Glücksspiel

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Das Glückspiel hat sich in Deutschland zu einem wichtigen Zweig der Freizeit- und Unterhaltungsbranche entwickelt. 2010 erzielte der Glücksspielmarkt einen Jahresumsatz von über 31 Milliarden € und bescherte dem Fiskus über Steuern, Gewinnablieferungen und Spielbankabgaben eine Einnahme von rund 3 Milliarden €.

Ein Fünftel des Umsatzes (6,5 Mrd €) entfiel auf die populärsten Glücksspielveranstaltungen: Lotto und Toto. Fast ebenso hoch (6,2 Mrd €) war der Umsatz der deutschen Spielbanken. Deren Geschäfte gehen seit einigen Jahren aber tendenziell zurück. Ein Grund dafür liegt in der „Verordnung über Spielgeräte und andere Spiele mit Gewinnmöglichkeit (Spielverordnung) “, deren Novelle aus dem Jahr 2006 den Herstellern von Geldspielautomaten ab 2006 größere Freiheiten bei der Gestaltung der Geräte und der Spielvarianten einräumte – mit der Folge, dass heute auch in rund 70000 Spielhallen und Gaststätten um Summen gespielt werden kann, die früher den staatlich konzessionierten Spielbanken vorbehalten waren. Seitdem wenden sich die Spieler zunehmend diesen Geräten zu. Zwischen 2005 und 2011 stieg die Zahl der Geldspielautomaten um 33% auf fast 243000, der mit ihnen erzielte Umsatz bis 2010 aber schon um 68% auf 17,2 Mrd €. Damit entfiel bereits mehr als die Hälfte der Glücksspielumsätze auf das gewerbliche Automatenspiel.

Kritiker dieser Entwicklung verweisen auf die Suchtgefährdung, die von der zunehmenden Automatendichte, den Spielanreizen durch hohe Gewinn- und Verlustchancen und dem beschleunigten Tempo des Automatenspiels ausgeht. Eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) aus dem Jahr 2011 kommt zu dem Ergebnis, dass etwa jeder hundertste Bundesbürger zwischen 16 und 65 Jahren ein problematisches oder sogar pathologisches Glücksspielverhalten aufweist. Bei Spielern an Geldspielautomaten trifft dies bereits auf jeden zwölften zu.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 08/2012
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