Zensus 2011

Zensus 2011
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Infografik Nr. 019020

Zensus 2011

Unter einer Volkszählung (einem Zensus) versteht man die möglichst vollständige und exakte Aufnahme des Bestandes und der Struktur einer Bevölkerung. Die durch sie ...

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Zensus 2011

Unter einer Volkszählung (einem Zensus) versteht man die möglichst vollständige und exakte Aufnahme des Bestandes und der Struktur einer Bevölkerung. Die durch sie ermittelten Daten sind eine unentbehrliche Grundlage für Planungen und Entscheidungen auf allen politischen Ebenen. Auch Wirtschaft, Wissenschaft sowie gesellschaftliche Gruppen und Institutionen sind auf ihre Ergebnisse angewiesen. Die Vereinten Nationen empfehlen deshalb, zu Beginn jedes Jahrzehnts eine Volkszählung durchzuführen, und die EU legt in ihrer „Zensusverordnung“ (2008) fest, dass in den Mitgliedstaaten – beginnend mit dem Jahr 2011 – alle zehn Jahre verlässliche Daten über die Bevölkerung, ihre wichtigsten familiären, sozialen und wirtschaftlichen Merkmale und ihre Wohnungssituation erhoben werden.

In Deutschland besteht ein besonders dringender Bedarf an einer solchen statistischen Gesamtaufnahme, da die letzte Volkszählung in früheren Bundesgebiet 1987, in der früheren DDR 1981 stattfand. Die seitdem laufend fortgeschriebenen Bevölkerungszahlen wurden mit wachsendem zeitlichen Abstand immer ungenauer. Nachdem der Volkszählungstermin 2000/2001 auch aus Kostengründen ausgelassen wurde, führt die Bundesrepublik Deutschland 2011 wieder eine umfassende Bestandsaufnahme der Bevölkerung durch, und zwar erstmals in Form eines registergestützten Zensus. Dabei werden bestimmte Daten nicht wie bei früheren Volkszählungen durch Fragebögen erhoben, sondern aus bereits vorhandenen Registern entnommen. So stellen die Meldebehörden demografische und familienbezogene Daten für die jeweiligen Einwohner zur Verfügung, während die Bundesanstalt für Arbeit und die Personalverwaltungen des öffentlichen Dienstes erwerbsstatistische Informationen beisteuern. Um die Qualität der Registerdaten überprüfen und Fehler korrigieren zu können, werden allerdings knapp 10 % der Haushalte in einer Stichprobe ergänzend befragt. Eine vollständige Befragung findet bei den Bewohnern von Heimen, Gemeinschaftsunterkünften usw. statt, da die Melderegister bei dieser Personengruppe oft größere Ungenauigkeiten aufweisen. Als Vollerhebung ist schließlich auch die zeitgleich durchgeführte Gebäude- und Wohnungszählung konzipiert.

Am Ende werden die Informationen der verschiedenen Quellen im Haushaltszusammenhang miteinander verknüpft (so genannte Haushaltegenerierung). Für viele Politikbereiche (z.B. Städtebau, Regionalpolitik, Sozialpolitik) steht nämlich der Haushalt als soziale Bezugseinheit im Mittelpunkt. Die Ergebnisse des Zensus werden deshalb sowohl für Einzelpersonen als auch für Haushalte ausgewiesen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 11/2010
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