Bevölkerungsausblick für Deutschland

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Bevölkerungsausblick bis 2060

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Bevölkerungsausblick bis 2060

Die Frage, wie sich die Bevölkerung Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird, bewegt so manche öffentliche Debatte. Neues Material dazu liefert die bis zum Jahr 2060 reichende 13. Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder. Solche weit ausgreifenden Berechnungen sollen zeigen, in welchen Bahnen das künftige Bevölkerungsgeschehen verlaufen kann. Um die Bandbreite möglicher Entwicklungen deutlich zu machen, werden mehrere Varianten durchgerechnet, denen jeweils unterschiedliche Annahmen zugrunde liegen. Ausgangspunkt der Berechnung sind die Bevölkerungsstrukturen, wie sie sich nach dem Zensus von 2011 darstellen, und die aktuellen demografischen Trends, die den künftigen Gang der Dinge noch auf lange Jahre hinaus vorbestimmen.

Die hier vorgestellten Modellvarianten unter dem Stichwort „Kontinuität“ gehen von folgenden Annahmen aus: • Der Geburtentrend der letzten zwei Jahrzehnte setzt sich unverändert fort. Es bleibt also dabei, dass 1000 Frauen im Lauf ihres Lebens etwa 1400 Kinder zur Welt bringen. Da die Geburten nicht ausreichen, um die Elterngeneration zahlenmäßig zu ersetzen, wird die Bevölkerung zwangsläufig schrumpfen und altern. Auch ein Anstieg der Geburtenhäufigkeit auf 1600 Kinder je 1000 Frauen (wie in der Variante einer „relativ jungen Bevölkerung“) würden den Bevölkerungsrückgang nur verlangsamen.

Für die künftige Bevölkerungszahl ist weiter entscheidend, wie lange die Menschen leben. In ihren Hauptvarianten geht die Bevölkerungsvorausberechnung davon aus, dass • die Lebenserwartung bis 2060 ansteigt: für neugeborene Jungen um sieben auf nahezu 85 Jahre, für Mädchen um sechs auf fast 89 Jahre. (In weiteren Varianten wird auch die rechnerische Möglichkeit eines noch höheren Anstiegs der Lebenserwartung durchgespielt.) Großen Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung hat schließlich • die Zuwanderung aus dem Ausland, deren Umfang allerdings unvorhersehbar ist. In unterschiedlichen Szenarien wird deshalb angenommen, dass die anfänglich sehr hohe Nettozuwanderung bis 2021 abflacht und sich dann langfristig bei 100000 bzw. 200000 Personen pro Jahr einpendelt.

Aus der Kombination der verschiedenen Elemente ergibt sich ein ganzer Fächer möglicher Zukunftsentwicklungen. Fällt die Zuwanderung relativ gering aus, ist ein Rückgang der Bevölkerung auf unter 68 Millionen denkbar („Kontinuität“ mit schwächerer Zuwanderung). Wird ein leichter Anstieg der Geburtenhäufigkeit und eine stärkere Zuwanderung angenommen („relativ junge Bevölkerung“) schrumpft die Bevölkerung bis 2060 auf knapp 77 Millionen.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 05/2015
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