Deutsches Familienbild

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Infografik Nr. 042500

Auch wenn die Familie in der modernen Gesellschaft manche der Funktionen eingebüßt hat, die sie früher einmal besaß, spielt sie für die Entwicklung des Einzelnen und für das Zusammenleben in der Gesellschaft nach wie vor eine zentrale Rolle. Der Wunsch, eine Familie zu gründen, bestimmt auch heute die Lebensplanung der meisten jungen Leute.

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Auch wenn die Familie in der modernen Gesellschaft manche der Funktionen eingebüßt hat, die sie früher einmal besaß, spielt sie für die Entwicklung des Einzelnen und für das Zusammenleben in der Gesellschaft nach wie vor eine zentrale Rolle. Der Wunsch, eine Familie zu gründen, bestimmt auch heute die Lebensplanung der meisten jungen Leute. Ein Blick auf die Ergebnisse des Mikrozensus bestätigt, dass die Familie als Lebensform noch längst nicht ausgedient hat. Dem Mikrozensus liegt seit 2005 eine neue Definition von Familie zugrunde. Wurden früher alle Ehepaare, ob sie nun Kinder hatten oder nicht, und alle sonstigen Lebensformen mit Kindern als Familie gezählt, so stehen seitdem allein die Eltern-Kind-Gemeinschaften im Blickpunkt, das heißt: alle Ehepaare, unverheirateten Paare und Alleinerziehenden, die mit ledigen Kindern zusammenleben. Kinderlose Paare (auch die Rest-Familien, in denen die Eltern nach dem Auszug der erwachsenen Kinder allein zurückbleiben) fallen nicht mehr unter den Familienbegriff. Die Statistik lenkt damit den Blick auf den eigentlichen Kern familiären Zusammenlebens, der auch für die Familienpolitik im Zentrum steht. Das ZAHLENBILD führt zum Vergleich aber auch die Zahl der Paare ohne Kinder auf.

Laut Mikrozensus 2017 gibt es in Deutschland rund 23,5 Mio partnerschaftliche oder familiäre Lebensverbindungen, denen mehr als 63 Mio Menschen angehören. Gut drei Viertel der Bevölkerung leben demnach unter einem Dach mit Partnern und/oder Kindern zusammen. Die Hälfte dieser Gemeinschaften (11,9 Mio) besteht allein aus den Ehe- oder Lebenspartnern. Ihnen stehen die eigentlichen Familien gegenüber: 11,6 Mio Eltern-Kind-Gemeinschaften mit insgesamt 19,0 Mio ledigen Kindern aller Altersstufen.

Wegen der heute zum Teil weit ins Erwachsenenalter hineinreichenden Zeiten der Ausbildung und der Berufsfindung leben auch viele Söhne und Töchter, die selbst schon volljährig sind, noch im elterlichen Haushalt (5,6 Mio). Lässt man diese erwachsenen „Kinder“ außer Betracht, bleiben noch 13,4 Mio Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die sich auf 8,2 Familien verteilen. Von diesen Kindern und Jugendlichen leben 73 % in einer „Normalfamilie“ mit verheirateten Eltern, 10 % in einer Lebensgemeinschaft und gut 16 % mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen.

Lebensgefühl und Aufgaben einer Familie hängen stark von den Altersphasen ab, die ihr Kind durchläuft. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus haben 3,4 Mio Familien mindestens ein Kind unter sechs Jahren. Kinder im Grundschulalter (6-9 Jahre) finden sich in 2,6 Mio Familien. In 3,1 Mio Familien leben Kinder zwischen 10 und 14 Jahren und in 2,2 Mio Familien Jugendliche ab 15 Jahren.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2018
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