Wohngeld

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Infografik Nr. 173984

Haushalte mit Wohngeld

Ohne staatliche Hilfe könnten sich viele Haushalte in Deutschland ihre Wohnung nicht leisten. Sie werden deshalb auf verschiedenen Wegen durch Transferleistunge ...

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Haushalte mit Wohngeld

Ohne staatliche Hilfe könnten sich viele Haushalte in Deutschland ihre Wohnung nicht leisten. Sie werden deshalb auf verschiedenen Wegen durch Transferleistungen zur sozialen Absicherung des Wohnens unterstützt. Nach Schätzungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) nahmen 2011 mehr als 4 Millionen Haushalte solche Leistungen in Anspruch. Etwa jeder zehnte Haushalt war damit auf finanzielle Hilfe zum Wohnen angewiesen. Deutlich höher war der Anteil der geförderten Haushalte jedoch in Ostdeutschland, im Ruhrgebiet sowie in einzelnen Großstädten des alten Bundesgebiets. Der Umfang der Hilfen belief sich 2011 auf nahezu 17 Milliarden Euro.

Empfänger staatlicher Wohnbeihilfen sind in erster Linie die Haushalte bzw. Bedarfsgemeinschaften, die als Hartz-IV-Bezieher auch die Kosten einer angemessenen Wohnung ersetzt bekommen. Im Rahmen der Sozialhilfe nach SGB XII – das heißt der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und der Hilfe zum Lebensunterhalt – werden die Wohnkosten ebenfalls vom Staat übernommen. Eine weitere Zielgruppe besteht aus einkommensschwachen Haushalten, die zwar keine soziale Mindestsicherung in Anspruch nehmen, bei den Wohnkosten aber doch entlastet werden müssen. Die Haushalte dieser Gruppe können Wohngeld beantragen.

Wohngeld wird als Zuschuss zur Miete oder zu den Aufwendungen für das Eigenheim oder die eigene Wohnung geleistet. Vorübergehend (2009/2010) wurden dabei auch die Heizkosten berücksichtigt. Nach Daten des Statistischen Bundesamts bezogen Ende 2011 rund 900000 Haushalte Wohngeldleistungen; das entsprach einem Anteil von 2,2% aller Haushalte. Im alten Bundesgebiet (einschließlich Berlin) lag der Anteil der Haushalte mit Wohngeld bei 1,9%, in den neuen Ländern bei 3,7%.

Wohngeld erhielten vor allem Rentner- und Pensionärshaushalte mit geringer Altersversorgung (47%) und Haushalte von Erwerbstätigen mit niedrigem Einkommen (36%). Hinzu kamen Arbeitslosenhaushalte (6%) und die Haushalte von Studenten und sonstigen Nichterwerbspersonen (11%). Aufschlussreich ist eine Aufgliederung nach der Haushaltsgröße: Mehr als die Hälfte der Wohngeldhaushalte bestand nur aus einer Person. Häufig handelte es sich dabei um alleinstehende ältere Frauen. Daneben wurden vor allem Alleinerziehende und Familien mit Kindern durch Wohngeldzahlungen unterstützt. Nach dem Stand Ende 2011 belief sich das Wohngeld je Empfängerhaushalt auf durchschnittlich 114 € im Monat. Die Wohnkostenbelastung reduzierte sich dadurch von 47 auf 34% des Gesamteinkommens.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 06/2013
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