Einschränkungen im Alter

Einschränkungen im Alter

Infografik Nr. 178095

Wie es um die gesundheitliche Lage älterer Menschen bestellt ist, war eines der Themen der Europäischen Gesundheitsbefragung von 2013 -2015, deren Ergebnisse inzwischen vorliegen. Gefragt wurde unter anderem nach Einschränkungen, denen ältere Leute bei Aktivitäten des täglichen Lebens unterworfen sind.

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Wie es um die gesundheitliche Lage älterer Menschen bestellt ist, war eines der Themen der Europäischen Gesundheitsbefragung von 2013 -2015, deren Ergebnisse inzwischen vorliegen. Gefragt wurde unter anderem nach Einschränkungen, denen ältere Leute bei Aktivitäten des täglichen Lebens unterworfen sind. Die daraus gewonnenen Informationen helfen dabei, den Bedarf an Versorgung und Pflege in der älteren Bevölkerung abzuschätzen; sie können genutzt werden, um durch Prävention und Rehabilitation die Lebensqualität besonders betroffener Gruppen zu verbessern und ihnen eine längere selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.

In der Befragung wurde unterschieden zwischen fünf ● grundlegenden körperbezogenen Aktivitäten (wie Essen, Setzen oder Aufstehen, Körperpflege, Benutzung der Toilette) und sieben ● Haushaltsaktivitäten (wie Essen kochen, leichte und schwere Hausarbeiten, Einkaufen, Erledigung von Bankgeschäften).

Bei den grundlegenden Aktivitäten, so zeigt sich, sind Frauen mehr als Männer von starken Einschränkungen betroffen. EU-weit klagt jede fünfte Frau, aber nur jeder neunte Mann im Alter ab 75 Jahren über große Schwierigkeiten bei mindestens einer der fünf Grundaktivitäten. Besonders das Baden oder Waschen und das An- und Ausziehen bereiten Probleme. Deutschland gehört zu den Ländern, in denen solche Einschränkungen nicht so häufig auftreten wie im EU-Durchschnitt. Aber hierzulande sind immerhin 15,0 % der Frauen und 6,7 % der Männer, zusammen 11,5 % der Menschen ab 75, davon betroffen. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede nach dem Bildungsstand. Menschen der unteren Bildungsstufe klagen mehr als doppelt so oft über starke Einschränkungen wie die mit hohem Bildungsstatus. Mögliche Gründe dafür sind Unterschiede in der lebenslangen Arbeitsbelastung, in Ernährung und Lebensweise, in der Gesundheitsvorsorge oder in der Verteilung der Geschlechterrollen – je nach Zugehörigkeit zu einer Bildungsschicht.

Ein ähnliches Muster zeigt sich bei den Haushaltsaktivitäten der Über-75-Jährigen. Auch hier berichten Frauen weit häufiger als Männer über große Schwierigkeiten. In Deutschland haben 17,7 % der männlichen, aber 28,0 % der weiblichen Befragten (bzw. 23,6 % beider Geschlechter) ihre Probleme mit mindestens einer der sieben genannten Aktivitäten, am häufigsten mit den von Zeit zu Zeit anfallenden schweren Hausarbeiten. Starke Einschränkungen machen sich auch bemerkbar beim Einkaufen und bei der Erledigung von Bankgeschäften, also bei Aktivitäten, für die es notwendig ist das Haus zu verlassen oder die den Umgang mit Computer und Internet voraussetzen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 05/2020
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