Beiträge zur Sozialversicherung

Beiträge zur Sozialversicherung

Infografik Nr. 145310

Dieses ZAHLENBILD stellt die Beiträge zur Sozialversicherung 2021 dar. Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Direkt einsetzbar!

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Mit ihren Beiträgen zur Sozialversicherung sorgen die Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber für die Risiken des Alters und der Invalidität, der Krankheit, der Pflegebedürftigkeit und der Arbeitslosigkeit vor. Über die Höhe und die Verwendung der Beiträge wird auf politischer Ebene entschieden – mit spürbaren Folgen für alle Beteiligten. So wurden Probleme mit der Finanzierung der Sozialversicherungssysteme noch in den 1990er Jahren vor allem dadurch gelöst, dass die Beitragssätze den wachsenden Ausgaben entsprechend angehoben wurden. Die steigenden Beiträge beschnitten nicht nur das verfügbare Einkommen der Haushalte, sondern trieben auch die Lohnnebenkosten der Unternehmen in die Höhe.

Auf diese Entwicklung reagierte der Staat mit zum Teil einschneidenden sozialpolitischen Reformen. Um die Sozialversicherungssysteme zukunftsfest zu machen und die Beitragssätze zu stabilisieren, wurden Leistungen gekappt oder ausgegliedert und die Anspruchsvoraussetzungen verschärft. Darüber hinaus wurde die traditionell hälftige Aufteilung der Beitragslast zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern zeitweise aufgeweicht. Neben den langfristig angelegten Veränderungen gab es auch immer wieder punktuelle Eingriffe: Senkungen oder Anhebungen der Beitragssätze, Aufstockung oder Kürzung der staatlichen Zuschüsse, Einschränkungen oder Erweiterungen des Leistungsspektrums.

Für das Jahr 2021 wurden die Beitragssätze aber weitgehend stabil gehalten, obwohl die Corona-Pandemie hohe Belastungen für das Sozialversicherungssystem nach sich zieht. Im Juni 2020 beschloss die Regierungskoalition die „Sozialgarantie 2021“, wonach der Gesamtbeitrag zur Sozialversicherung 2021 nicht über 40 % des Bruttolohns hinausgehen soll. Demzufolge bleibt es in der Rentenversicherung bei einem Beitragssatz von 18,6 %. In der gesetzlichen Krankenversicherung beläuft sich der „allgemeine Beitragssatz“ unverändert auf 14,6 %. Da er allein bei weitem nicht ausreicht, um die Ausgaben zu decken, müssen die Krankenkassen ihre Rücklagen auflösen. Außerdem klettert der Zusatzbeitrag, den die einzelnen Kassen erheben können, auf durchschnittlich 1,3 %. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung, der zur Finanzierung der wachsenden Leistungen 2015-2019 dreimal angehoben wurde, liegt weiter bei 3,05 %; kinderlose Versicherte zahlen einen zusätzlichen Eigenbeitrag von 0,25 %. In der Arbeitslosenversicherung wird 2021 trotz der Corona-Krise am Beitragssatz von 2,4 % festgehalten. Er liegt wie im Vorjahr auf dem niedrigsten Stand seit 1975. Werden alle Posten zusammengerechnet, ergibt sich ein durchschnittlicher Gesamtbeitragssatz von 39,95 %.
Für besser verdienende Arbeitnehmer (und deren Arbeitgeber) ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze von Bedeutung. Bis zu dieser Obergrenze ist das Bruttomonatsentgelt sozialabgabenpflichtig.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2021
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