Sozialbeiträge 2019

Sozialbeiträge 2019

Infografik Nr. 145310

Mit ihren Beiträgen zur Sozialversicherung sorgen die Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber für die Risiken des Alters und der Invalidität, der Krankheit, der Pflegebedürftigkeit und der Arbeitslosigkeit vor. Über die Höhe und die Verwendung der Beiträge wird auf politischer Ebene entschieden – mit spürbaren Folgen für alle Beteiligten.

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Mit ihren Beiträgen zur Sozialversicherung sorgen die Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber für die Risiken des Alters und der Invalidität, der Krankheit, der Pflegebedürftigkeit und der Arbeitslosigkeit vor. Über die Höhe und die Verwendung der Beiträge wird auf politischer Ebene entschieden – mit spürbaren Folgen für alle Beteiligten. So wurden Probleme mit der Finanzierung der Sozialversicherungssysteme noch in den 1990er Jahren vor allem dadurch gelöst, dass die Beitragssätze den wachsenden Ausgaben entsprechend angehoben wurden. Die steigenden Beiträge beschnitten nicht nur das verfügbare Einkommen der Haushalte, sondern trieben auch die Lohnnebenkosten der Unternehmen in die Höhe.

Auf diese Entwicklung reagierte der Staat schließlich mit zum Teil einschneidenden sozialpolitischen Reformen. Um die Sozialversicherungssysteme zukunftsfest zu machen und die Beitragssätze zu stabilisieren, wurden Leistungen gekappt oder ausgegliedert und die Anspruchsvoraussetzungen verschärft. Die Versicherten mussten Leistungskürzungen hinnehmen, sich gegen bestimmte Risiken selbst absichern oder einen Teil der Kosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Darüber hinaus wurde die traditionell hälftige Aufteilung der Beitragslast zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern aufgeweicht.

Neben diesen langfristig angelegten Veränderungen gab es auch immer wieder punktuelle Eingriffe: Senkungen oder Anhebungen der Beitragssätze, Aufstockung oder Kürzung der staatlichen Zuschüsse, Einschränkungen oder Erweiterungen des Leistungsspektrums. So unterblieb 2014 in der Rentenversicherung die an sich fällige Senkung des Beitragssatzes, um Spielraum für neue Leistungen („Mütterrente“) zu gewinnen. 2019 liegt der Beitragssatz weiterhin bei 18,6 %. In der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt nach drei Jahren die Rückkehr zur Beitragsparität zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der „allgemeine Beitragssatz“ beläuft sich unverändert auf 14,6 %. Darüber hinaus können die Krankenkassen einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben (2019 im Durchschnitt 0,9 %), an dem sich die Arbeitgeber nun wieder zur Hälfte beteiligen. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung, der schon 2015 und 2017 angehoben wurde, klettert 2019 weiter auf 3,05 %; kinderlose Versicherte zahlen einen zusätzlichen Eigenbeitrag von 0,25 %. Auf der anderen Seite sinkt der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 3,0 auf 2,5 % und damit auf den niedrigsten Stand seit 1975.

Für besser verdienende Arbeitnehmer (und deren Arbeitgeber) ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze von Bedeutung. Bis zu dieser Obergrenze ist das Bruttomonatsentgelt sozialabgabenpflichtig.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2019
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