Quellen der Luftverschmutzung

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Quellen der Luftbelastung

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Quellen der Luftbelastung

Unsere Luft ist mit zahlreichen Schadstoffen belastet, von denen gesundheits- oder umweltschädigende Wirkungen ausgehen können. Einige dieser Stoffe tragen auch zum Klimawandel bei. So führen Schwefel- und Stickstoffverbindungen (SO2, NO X) oder Ammoniak (NH3) zur Versauerung der Böden und Gewässer; der Eintrag von Stickstoffoxiden und Ammoniak hat Überdüngung zur Folge und stört damit die ausgewogene Nährstoffversorgung der Pflanzen; flüchtige organische Verbindungen und Stickstoffoxide sind an der Entstehung des schädlichen bodennahen Ozons (Sommersmog) beteiligt; die Zunahme der CO2-Konzentration in der Luft verstärkt den Treibhauseffekt und lässt die Temperatur an der Erdoberfläche ansteigen.

Hauptursache der durch menschliche Aktivitäten ausgelösten Luftverschmutzung sind Verbrennungsvorgänge in Kraftwerken, Industrieanlagen, Fahrzeugmotoren oder Gebäudeheizungen. Als weitere Quellen kommen u.a. Industrieprozesse, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft in Frage. Kohlendioxid (CO2) wird – abgesehen von seiner natürlichen Entstehung (Pflanzenatmung, Mikroben) – vor allem bei der Verbrennung fossiler Energieträger an die Atmosphäre abgegeben. Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei unvollständiger Verbrennung in Motoren und Feuerungsanlagen. Da sich der Verbrennungsvorgang in Kraftwerken recht genau steuern lässt, ist deren Anteil am CO-Gesamtausstoß gering. Demgegenüber geht je etwa ein Drittel der Belastung auf den Verkehr, die Industrieproduktion und die Haushaltsheizanlagen zurück.

Stickstoffoxide (NO, NO2) entstehen bei Verbrennungsvorgängen durch Oxidation des Stickstoffs, der in den Brennstoffen und in der Verbrennungsluft enthalten ist. Mit der Entwicklung des Energieverbrauchs und der Verdichtung des Straßenverkehrs nahmen die Stickoxid-Emissionen in Deutschland bis Anfang der 1980er Jahre zu. Schadstoffmindernd wirkt sich seitdem aus, dass Kraftfahrzeuge mit Katalysatoren ausgestattet sind und Kraftwerke mit Entstickungsanlagen betrieben werden. Der Ausstoß von Schwefeldioxid (SO2) ist vor allem auf den Schwefelgehalt der fossilen Energieträger wie Kohle und Erdöl zurückzuführen.

Ammoniak (NH3) resultiert zum weit überwiegenden Teil aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung (Zersetzung der tierischen Exkremente) und aus der Ausbringung mineralischer Stickstoffdünger. Bei den leichtflüchtigen organischen Luftverunreinigungen handelt es sich um ein breites Spektrum von Stoffen mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Umwelt. Sie stammen u.a. aus dem Kfz-Verkehr (Formaldehyd-Emissionen, Kraftstoffverdunstung), aus Lecks in der Chemie und in der Mineralölindustrie und aus dem Einsatz von Lösemitteln bei Lacken, Klebern usw.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2014
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