Verkehrstote nach Bundesländern

Verkehrstote nach Bundesländern

Infografik Nr. 280258

Verkehrstote in den Bundesländern

Die Zahl der Unfalltoten auf den deutschen Straßen ist seit den frühen 1970er Jahren fast kontinuierlich gesunken – sowohl absolut als auch im V ...

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Verkehrstote in den Bundesländern

Die Zahl der Unfalltoten auf den deutschen Straßen ist seit den frühen 1970er Jahren fast kontinuierlich gesunken – sowohl absolut als auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl. In Ostdeutschland stieg sie nach der Wende allerdings sprunghaft an: Kamen in der früheren DDR 1989 noch 1784 Verkehrsteilnehmer ums Leben, so starben dort 1991, im Jahr nach der deutschen Einigung, 3759 Menschen bei einem Verkehrsunfall. Gemessen an der Bevölkerungszahl waren 1991 im Osten doppelt so viele Verkehrstote zu beklagen wie im Westen (236 gegenüber 118 Getötete je 1 Mio Einwohner). Zwar ereigneten sich in den ostdeutschen Ländern vergleichsweise weniger Unfälle, doch waren die Unfallfolgen weit schwerwiegender. Vor allem jungen Leuten wurde das schnelle Fahren mit stärker motorisierten Autos auf den ländlichen Straßen Ostdeutschlands damals häufig zum tödlichen Verhängnis. Kamen in Deutschland 1991 im Durchschnitt 141 Verkehrstote auf je 1 Mio Einwohner, so waren es in Mecklenburg-Vorpommern 327 und in Brandenburg sogar 363. In den folgenden Jahren sank die Todesrate im ostdeutschen Straßenverkehr jedoch allmählich.

Vergleicht man das tödliche Unfallgeschehen in den Bundesländern heute, so sind zwar nach wie vor starke Unterschiede zu beobachten, doch lassen sie sich nicht mehr in Form eines Ost-West-Gegensatzes beschreiben. Vielmehr zeigt sich, dass das Risiko eines tödlichen Verkehrsunfalls im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ganz allgemein in den weniger dicht besiedelten Flächenländern mit größeren Entfernungen und einem nicht so gut ausgebauten, ländlichen Verkehrsnetz am größten ist. In der Unfallstatistik 2012 rangierte Brandenburg mit 67 Getöteten je 1 Mio Einwohner zwar immer noch an erster Stelle, aber diese Quote war nicht wesentlich höher als in Flächenländern wie Niedersachsen (61). Sachsen-Anhalt (61), Thüringen (57) oder auch Bayern (53). Der Bundesdurchschnitt lag bei 44 Todesopfern je 1 Mio Einwohner. Am geringsten war das Risiko, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, in Nordrhein-Westfalen (mit 30 Getöteten je 1 Mio Einwohner) sowie in den Stadtstaaten Bremen (26), Hamburg (18) und Berlin (12). In den Stadtstaaten erklärt sich die niedrige Quote der tödlich Verunglückten durch die hohe Einwohnerdichte, das vergleichsweise niedrige Fahrtempo im innerstädtischen Verkehr und die geringe Bedeutung schnell befahrener Außerortsstraßen. Geht es im Stadtverkehr zumeist mit Sachschäden ab, nimmt auf den Landstraßen außerorts die Unfallschwere zu. 2012 starben bundesweit rund 2150 Menschen auf Landstraßen und 390 auf Autobahnen, dagegen 1060 innerhalb von Ortschaften.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 08/2013
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