Erwerbstätige in den Ländern - Projektion 2018-2035

Erwerbstätige in den Ländern - Projektion 2018-2035

Infografik Nr. 247129

Da eine enge Verbindung zwischen der Bevölkerungsentwicklung und der wirtschaftlichen Entwicklung einer Region besteht, hängt auch das Arbeitsmarktgeschehen in den nächsten fünfzehn Jahren stark von demographischen Faktoren ab.

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Wie verändert sich der Arbeitskräftebedarf in Deutschland auf längere Sicht? Welche Qualifikationen und Berufe werden in der Wirtschaft morgen und übermorgen gebraucht? Und wie entwickelt sich das Arbeitskräfteangebot? Mit solchen Fragen befasst sich ein gemeinsames Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für den Zeitraum bis 2035. Dabei sind nicht zuletzt die Aussichten für die einzelnen Bundesländer von Interesse.

Da eine enge Verbindung zwischen der Bevölkerungsentwicklung und der wirtschaftlichen Entwicklung einer Region besteht, hängt auch das Arbeitsmarktgeschehen in den nächsten fünfzehn Jahren stark von demographischen Faktoren ab. Bundesländer, deren Bevölkerungszahl sich auf Grund von Überalterung und Abwanderung deutlich verringert und deren Arbeitskräfteangebot auch deshalb zurückgeht, weil die Erwerbsbeteiligung sinkt und viele Menschen zur Arbeit in andere Länder pendeln, müssen mit erheblichen Beschäftigungseinbußen rechnen. Dies betrifft insbesondere die ostdeutschen Flächenländer. Dort liegt die Bevölkerungszahl 2035 voraussichtlich um 4 % (in Brandenburg) bis 12 % (in Sachsen-Anhalt) niedriger als im Ausgangsjahr 2018. Da sich der Bevölkerungsrückgang in Ostdeutschland besonders auf das Baugewerbe und damit auf den Beschäftigungsanteil des Produzierenden Gewerbes auswirkt, verringert sich die Zahl der Erwerbstätigen sogar in noch stärkerem Maß: Bis 2035 gehen in den ostdeutschen Ländern (ohne Berlin) zwischen 10 % und nahezu 16 % der Arbeitsplätze verloren. 

Aber auch in den meisten westdeutschen Flächenländern stehen Bevölkerungs- und Beschäftigungsentwicklung unter negativen Vorzeichen. Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland büßt allerdings nur rund 1 % der Arbeitsplätze ein; das entspricht dem bundesdeutschen Durchschnitt. Dagegen verzeichnen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und die Stadtstaaten Hamburg und Berlin sowohl Bevölkerungszuwächse als auch Beschäftigungsgewinne. In diesen Ländern zieht die Wirtschaft nicht allein Nutzen aus der steigenden Einwohnerzahl, sondern sie profitiert zugleich von einer günstigeren Branchenstruktur. Laut der Studie von BIBB und IAB sind künftig Arbeitskräfte in den Bereichen der Daseinsvorsorge (Energie- und Wasserversorgung, Erziehung, Gesundheit, Verwaltung und Sicherheit) besonders gefragt. In Berlin, das die Reihenfolge der Bundesländer mit positiven Beschäftigungsaussichten anführt, wird mit einer Bevölkerungszunahme um 10 % und einem Anstieg der Erwerbstätigkeit um 6,5 % gerechnet.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 03/2020
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