Die Arbeitslosen 1991-2020

Die Arbeitslosen 1991-2020

Infografik Nr. 258238

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Von ihrem Höhepunkt im Jahr 2005 ging die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit in Deutschland bis 2019 deutlich zurück. Unterbrochen wurde diese Entwicklung nur durch die Finanzkrise (2009) und die Eurokrise (2013). 2019 erreichte sie mit 2,27 Mio Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von 5,0 % ihren vorläufigen Tiefpunkt, während die Zahl der Erwerbstätigen mit 45,3 Mio auf einen Rekordwert anstieg. Zwar deutete sich zuletzt schon eine Verlangsamung der Dynamik auf dem Arbeitsmarkt an, doch konnte niemand mit dem Rückschlag rechnen, der dann 2020 tatsächlich eintrat. Die Corona-Pandemie, die im Frühjahr auch Deutschland erfasste, machte alle Voraussagen zunichte. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wurden Wirtschaft und öffentliches Leben von März bis Mai für mehrere Wochen heruntergefahren. Ein weiterer Lockdown trat Anfang November in Kraft. Das Auslandsgeschäft litt auch unter den in der übrigen Welt verhängten Einschränkungen.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts schrumpfte die reale Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik 2020 um 5% gegenüber dem Vorjahr. Infolgedessen geriet auch der Arbeitsmarkt stark unter Druck. So ging die Zahl der Erwerbstätigen erstmals seit 2005 wieder zurück, während die Arbeitslosigkeit zunahm. Größere Einbrüche wurden allerdings durch das arbeitsmarktpolitische Instrument der Kurzarbeit vermieden, die im Jahresdurchschnitt von rund 2,9 Mio Beschäftigten in Anspruch genommen wurde.

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren 2020 im Durchschnitt 2,70 Mio Menschen arbeitslos gemeldet (429 000 oder 19 % mehr als im Vorjahr), davon 1,52 Mio Männer und 1,18 Mio Frauen. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 5,9 % aller zivilen Erwerbspersonen. In Westdeutschland stieg die Arbeitslosenzahl wegen der Rückschläge für die exportorientierte Industrie stärker als in Ostdeutschland. Die Arbeitslosenquote lag im Westen mit 5,6% aber nach wie vor niedriger als im Osten (7,3%). Auf Länderebene bewegte sie sich zwischen 3,6 % in Bayern und 11,2 % in Bremen.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren 2020 alle Personengruppen betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer, die oft über geringere berufliche Qualifikationen verfügen, nahm gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel zu; ihre Arbeitslosenquote kletterte auf 14,4 %. Von den Deutschen waren 4,7 % arbeitslos. Einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichneten auch Jugendliche und Jungerwachsene (15- bis 24-Jährige) und Personen mit akademischer Ausbildung. Dafür könnten Schwierigkeiten beim Einstieg in den Beruf auf Grund des rückläufigen Stellenangebots die Ursache sein.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2021
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