Gefahren am Arbeitsplatz

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Infografik Nr. 280220

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Wo gearbeitet wird, bleiben Gesundheitsschäden durch Unfälle oder Berufskrankheiten nicht aus. Quer durch alle Wirtschaftsbereiche ereigneten sich in Deutschland 2015 rund 945000 meldepflichtige Unfälle am Arbeitsplatz. Im Durchschnitt kamen damit 23 von je 1000 Beschäftigten bei einem Arbeitsunfall zu Schaden. Die meisten dieser Vorkommnisse liefen glimpflich ab. 16110 Unfälle hatten aber so schwerwiegende Folgen, dass für sie 2015 erstmals eine Rente gezahlt werden musste. 605 Menschen verloren bei einem Arbeitsunfall ihr Leben – 467 im Betrieb und 138 bei der Arbeit im Straßenverkehr. Auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeit ereigneten sich weitere 181000 Unfälle, darunter 353 mit tödlichem Ausgang.

So hoch diese Zahlen auch sind und so viel persönliches Leid sich hinter ihnen verbirgt: Gemessen an der Zahl der Beschäftigten (in „Vollarbeiter“ umgerechnet) ist die Häufigkeit der Arbeitsunfälle in der Bundesrepublik seit Anfang der 1960er Jahre fast kontinuierlich gesunken. Damals hatte das Unfallgeschehen in Westdeutschland nach einem Jahrzehnt des wirtschaftlichen Aufbaus mit rasch wachsender Produktion und Beschäftigung 1961 mit 2,87 Mio Arbeitsunfällen – umgerechnet 118 Unfällen je 1000 Vollarbeiter – seinen Höhepunkt erreicht.

In den folgenden Jahren und Jahrzehnten verbesserte sich die Unfallbilanz allmählich. Bund und Länder erließen wirksamere Arbeitsschutzbestimmungen und die Berufsgenossenschaften passten ihre Unfallverhütungsvorschriften den veränderten Produktionsbedingungen an. Parallel dazu wurde die Überwachung der Arbeitssicherheit (durch die staatliche Gewerbeaufsicht, den technischen Aufsichtsdienst der Berufsgenossenschaften, die technischen Überwachungsorganisationen und die betriebseigenen Sicherheitsfachleute) intensiviert. Darüber hinaus trugen technische Veränderungen in der Arbeitswelt, die den Menschen von unfallträchtiger Schwerstarbeit entlasteten, zum Rückgang der Unfallzahlen bei (dies auch noch einmal mit deutlicher Wirkung in Ostdeutschland nach der deutschen Einigung). Und schließlich wurde die Unfallhäufigkeit durch den Wandel der Wirtschaftsstruktur – vom landwirtschaftlichen und industriellen Sektor zu den weniger unfallgefährdeten Dienstleistungen – eingedämmt.

Nicht ganz so eindeutig verlief die Entwicklung bei den Wegeunfällen auf der Fahrt von und zur Arbeit. Im alten Bundesgebiet ging die Unfallhäufigkeit ab Anfang der 1970er Jahre tendenziell zurück. Nach der deutschen Einigung stieg sie jedoch für einige Jahre wieder deutlich an.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2017
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