Verkehrswege in Deutschland

Verkehrswege in Deutschland

Infografik Nr. 395083

Verkehrswege in Deutschland

Als dicht besiedeltes Land in der Mitte Europas verfügt die Bundesrepublik Deutschland über ein engmaschiges Verkehrswegenetz. In seinen Grundlinien ...

Verfügbare Produktformate:

Verkehrswege in Deutschland Als dicht besiedeltes Land in der Mitte Europas verfügt die... mehr
Mehr Details zu "Verkehrswege in Deutschland"

Verkehrswege in Deutschland

Als dicht besiedeltes Land in der Mitte Europas verfügt die Bundesrepublik Deutschland über ein engmaschiges Verkehrswegenetz. In seinen Grundlinien geht dieses Netz auf die Verkehrsverbindungen zurück, die in vorindustrieller Zeit und verstärkt im Zeitalter der Industrialisierung entstanden waren. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Verkehrsinfrastruktur allerdings zu einem großen Teil zerstört. Und die Teilung Deutschlands hatte zur Folge, dass Verkehrsströme unterbrochen bzw. in andere Richtungen gelenkt wurden und sich neue räumliche Muster der Wirtschafts- und Verkehrsbeziehungen herausbildeten.

In der früheren Bundesrepublik wurde nach der Wiederherstellung des zerrissenen Verkehrsnetzes schon gegen Ende der 1950er Jahre die Bewältigung des rasch wachsenden Autoverkehrs zu einer vordringlichen politischen Aufgabe. Der Straßenbau erhielt Vorrang bei den Verkehrsinvestitionen. So wurde das überörtliche Straßennetz zwischen 1951 und 1970 um rund ein Viertel auf 162300 km erweitert, das Autobahnnetz wuchs in dieser Zeit von 2116 auf 4110 km. Danach zwangen die negativen Begleiterscheinungen des Straßenverkehrs dazu, auch die Schiene wieder stärker zu berücksichtigen, aber es dauerte noch bis in die 1980er Jahre, ehe der Aus- und Neubau von Bahnstrecken richtig in Gang kam.

In der DDR war die Eisenbahn stets der wichtigste Verkehrsträger. Sie hatte aber lange an den Folgen der Kriegszerstörungen und Nachkriegs-Demontagen zu tragen und unterlag wegen fehlender Investitionsmittel einem starken Verschleiß. Zum Zeitpunkt der deutschen Einigung wies die DDR ein relativ dichtes, aber stark überaltertes und in seiner Zusammensetzung ungenügendes Verkehrswegenetz auf. Als Grundlage für den wirtschaftlichen Neuaufbau mussten deshalb die Straßen und Schienenwege ausgebaut und modernisiert werden. Hinzu kam die Notwendigkeit, die in den Jahren der Teilung unterbrochenen und verkümmerten Ost-West-Verbindungen wieder herzustellen und dem aktuellen Bedarf anzupassen. An anderer Stelle (vor allem im alten Bundesgebiet) wurden aus Geldmangel aber notwendige Investitionen hinausgeschoben, so dass sich der Erhaltungszustand der Verkehrswege seit den 1990er Jahren partiell deutlich verschlechterte. In der Verkehrsplanung des Bundes sollen Erhaltungsmaßnahmen und die Beseitigung von Engpässen deshalb künftig Vorrang vor neuen Projekten haben.

Im Jahr 2012 verfügte die Bundesrepublik über ein Straßennetz von rund 230700 km für den überörtlichen Verkehr. Geschätzte 430000 km entfielen auf die Gemeindestraßen. Das Schienennetz erstreckte sich über rund 40950 km, von denen 2430 km für den Hochgeschwindigkeitsverkehr ausgebaut waren.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 03/2013
Zuletzt angesehen