Wirtschaftsausblick 2017/18

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Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09 durchlief die deutsche Volkswirtschaft eine lange anhaltende Phase der Ungewissheit. Sie war dabei stets in Gefahr, durch ungünstige Entwicklungen ...

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Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09 durchlief die deutsche Volkswirtschaft eine lange anhaltende Phase der Ungewissheit. Sie war dabei stets in Gefahr, durch ungünstige Entwicklungen im europäischen Umfeld und in der Weltwirtschaft erneut aus der Bahn geworfen zu werden. Dazu gehörten die Euro-Schuldenkrise und das verlangsamte Wachstum in wichtigen Schwellenländern. Trotzdem verzeichnete die Bundesrepublik seit 2010 in jedem Jahr positive Wachstumsraten. Noch ist kein Ende dieser Aufwärtsbewegung in Sicht, auch wenn neue Risiken wie der Austritt Großbritanniens aus der EU oder das Auslaufen der Politik des leichten Geldes bei der Europäischen Zentralbank bevorstehen. Nach Meinung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hat der Aufschwung der deutschen Wirtschaft 2017 sogar an Breite und Stärke gewonnen.

Wie sie in ihrer gemeinschaftlichen Prognose vom Herbst 2017 darlegen, stützt sich das Wachstum inzwischen auf mehrere Pfeiler. Zwar bleibt der private Konsum ein belebendes Element der Konjunktur – der Beschäftigungsaufbau seit dem Krisenjahr 2009 bildet die Grundlage für die anhaltende Kaufbereitschaft der privaten Haushalte; auch haben sich die Konsumausgaben des Staates im Zusammenhang mit der Flüchtlingszuwanderung 2015/16 stark ausgeweitet –, doch bringt die kräftige Weltkonjunktur, insbesondere die Belebung in den Ländern der Eurozone, inzwischen auch wieder den Export in Schwung. Hinzu kommt der Anstieg der Anlageinvestitionen. So gehen von der verstärkten Wohnungsnachfrage, den niedrigen Zinsen und der dadurch angestoßenen Bautätigkeit deutliche Wachstumsimpulse aus. Und auch die Ausrüstungsinvestitionen (Maschinen, Produktionsanlagen, Fahrzeuge) tragen in steigendem Maß zur Konjunkturbelebung bei, selbst wenn die Zuwachsraten aus früheren Phasen der Hochkonjunktur nicht erreicht werden. Wegen der bereits hohen Auslastung der Produktionskapazitäten ist damit zu rechnen, dass viele Unternehmen in die Erweiterung ihrer Produktionsanlagen investieren.

Die Herbstprognose veranschlagt das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr 2017 auf 1,9 % wie im Vorjahr; für 2018 rechnet sie mit einem realen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 2,0 %. Positive Aussichten bestehen auch für die Beschäftigung: So wird die Erwerbstätigkeit 2018, wenn auch in geringerem Maß als im laufenden Jahr, weiter zunehmen und die Arbeitslosenquote auf 5,5 % sinken. In einigen Wirtschaftsbereichen sehen die Experten aber auch schon Zeichen der Anspannung auf Grund des Mangels an Arbeitskräften. Dies kann, wie in der Bauwirtschaft, zu deutlich steigenden Preisen führen.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 10/2017
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