Die Bevölkerung der Europäischen Union

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Die Bevölkerung der Europäischen Union (EU-28)

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Die Bevölkerung der Europäischen Union (EU-28)

Nach Schätzung des europäischen Statistikamts Eurostat lebten in der Europäischen Union mit ihren derzeitigen 28 Mitgliedstaaten Anfang 2016 rund 510 Millionen Menschen. Die EU verbindet Staaten ganz unterschiedlicher Größe miteinander. So zählt Deutschland als bevölkerungsstärkstes Mitgliedsland 82,2 Mio Einwohner, Malta als kleinstes nur 0,4 Mio. Die sechs „Großen“ (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Polen) stellen zusammen gut 70 % der EU-Bevölkerung; 30 % verteilen sich auf die übrigen 22 Mitglieder. Mit dem Austritt Großbritanniens geht der EU allerdings ein Bevölkerungs-Schwergewicht (mit einem Anteil von fast 13 %) verloren.

Verfolgt man die Entwicklung bis ins Jahr 1960 zurück, so verzeichnete die heutige EU-28 stets einen Bevölkerungszuwachs. Nimmt man das Jahr 1991 als Ausgangspunkt, so kamen bis 2016 rund 33 Mio Einwohner hinzu. Allerdings verlief die Entwicklung ungleichmäßig. Einige ost- und südosteuropäische Staaten schrumpften: die baltischen Staaten, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, in geringem Umfang auch Polen. Dagegen weisen die meisten westeuropäischen Staaten ein zahlenmäßig kräftiges Bevölkerungswachstum gegenüber 1991 auf: so insbesondere Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Deutschland, Irland, die Niederlande, Belgien, Schweden und Österreich.

Sieht man allein auf die natürlichen Veränderungen, die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, so wiesen zuletzt 13 der 28 EU-Staaten eine negative Bilanz auf. Neben Bulgarien, Rumänien und den baltischen Staaten u.a. auch Griechenland, Italien und Deutschland, sämtlich Länder mit niedrigen Geburtenraten. Erstmals überhaupt verzeichnete 2015 auch die EU im Ganzen einen natürlichen Bevölkerungsverlust. Längerfristig scheint für die EU ein weiteres Geburtendefizit vorgezeichnet. Schon seit Mitte der 1970er Jahre werden in der EU weniger Babys geboren als notwendig wären, um die jeweilige Elterngeneration zu ersetzen. Rechnerisch müsste dafür jede Frau 2,1 Kinder zur Welt bringen. Tatsächlich lag die Fruchtbarkeitsrate in der EU zuletzt nur bei knapp 1,6.

So speist sich das Bevölkerungswachstum der EU aktuell vor allem aus der Zuwanderung in die wirtschaftlich prosperierenden Mitgliedstaaten wie Luxemburg, Deutschland, Österreich, Schweden und auch Großbritannien. Dabei handelt es sich zum Teil um Bevölkerungsverschiebungen innerhalb der EU (auf Grund der Abwanderung aus Osteuropa und einigen Euro-Krisenländern), überwiegend aber um den Zustrom von Migranten aus Konfliktregionen außerhalb der EU.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2016
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