Innovationsunion EU

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Der Europäischen Union fehlt es an einer Wirtschaftspolitik aus einem Guss. Um diesem Manko zu begegnen, verständigte sich die EU mit der „Lissabon-Strategie“ und der nachfolgenden Strategie „Europa 2020“ auf anspruchsvolle Leistungs- und Reformziele, die von allen Mitgliedstaaten angesteuert werden sollen. Übergeordnetes Ziel von Europa 2020 ist es, das Wachstumspotenzial, die Wettbewerbskraft und den sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft zu stärken. Auf dem Weg dahin sind innovative Lösungen für die anstehenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme (von der Energieversorgung über den Klimawandel bis zu alternden Bevölkerung) gefragt. Unter dem Stichwort Innovationsunion EU will sie u.a. erreichen, dass • mehr Geld in Forschung und Entwicklung fließt, • Innovationen schneller auf den Markt gelangen und • die Kräfte in Innovationspartnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Akteuren gebündelt werden.

Noch immer weist die EU in puncto Innovation aber einen deutlichen Rückstand gegenüber den führenden Ländern wie der Schweiz, Südkorea, den USA und Japan auf. Das geht aus dem Innovationsanzeiger hervor, der die Innovationsleistung der EU-Länder und ihrer wichtigsten Konkurrenten auf dem Weltmarkt jedes Jahr vergleichend untersucht. Der Vergleich stützt sich auf 25 Indikatoren, in denen sich die Grundvoraussetzungen (wie Finanzierung, qualifiziertes Personal, gut vernetzte Forschungseinrichtungen), die Tätigkeit der Unternehmen und die gesamtwirtschaftlichen Erträge von Innovationen widerspiegeln. Wie sich zeigt, liegt die EU vor allem im Bereich der Forschung und der Unternehmensinnovationen hinter den führenden Staaten zurück. Zugleich schrumpft ihr Vorsprung vor China, das mit raschen Schritten aufholt.

Die Schwankungsbreite der Innovationsleistung innerhalb der EU ist allerdings außerordentlich groß. Nur fünf der 28 EU-Länder weisen eine deutlich über dem EU-Durchschnitt liegende Innovationskraft auf. Neben den nordeuropäischen Ländern Schweden, Dänemark und Finnland gehören auch Deutschland und die Niederlande zu dieser Gruppe der „Innovationsführer“. Zur nachfolgenden Ländergruppe mit Ergebnissen um den EU-Durchschnitt zählen u.a. Großbritannien und Frankreich. Schon abgeschlagen liegen wichtige Volkswirtschaften wie Italien, Spanien und Polen dahinter. Will die EU als Ganze ihre Innovationskraft steigern und dadurch krisenfester werden, müssen gerade solche Länder ihren Rückstand verkürzen. Ein gemischtes Bild weisen auch die einzelnen Länder auf. Deutschland liegt bei den innovativen Unternehmen EU-weit an der Spitze, zeigt aber Schwächen u.a. bei der Bereitstellung von Risikokapital.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2017
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