Bevölkerungsausblick für die USA

Bevölkerungsausblick für die USA

Infografik Nr. 853540

Die genannten Zahlen gehen von einem Haupt-Szenario aus, das die Trends der Vergangenheit in die Zukunft projiziert: Bleibt die Zuwanderung im Rahmen der Jahre 2011 bis 2015, wächst die Bevölkerung von rund 333 Mio (2020) auf 404 Mio (2060). Das U.S. Census Bureau hat zusätzlich drei alternative Szenarien durchgerechnet, die den Faktor „Zuwanderung“ variieren.

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Folgt man den Vorausberechnungen des U.S. Census Bureau, markiert das Jahr 2030 für die USA eine demografische Wende. • Erstens wird die US-Gesellschaft von diesem Zeitpunkt an deutlich stärker altern. 2030 wird der letzte „Babyboomer“ aus der geburtenstarken Generation nach dem Zweiten Weltkrieg älter als 65 Jahre sein. Jeder fünfte Amerikaner ist dann im Rentenalter. Etwas später, im Jahr 2034, gibt es erstmals in der US-Geschichte mehr Ältere ab 65 Jahren als Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Dadurch verschieben sich wirtschaftliche Abhängigkeiten: 2020 kommen auf 100 Amerikaner im erwerbsfähigen Alter (18 bis 64 Jahre) erst 28 Ältere, 2060 liegt dieses Verhältnis bereits bei 100 zu 41. • Zweitens wird die US-Bevölkerung ab 2030 langsamer wachsen, denn infolge der Alterung nehmen die Sterberaten zu, während die Geburtenraten sinken. Die Bevölkerungsentwicklung wird dann mehr vom Wanderungsgeschehen als vom natürlichen Wachstum bestimmt.

Und • drittens werden die USA ethnisch noch vielfältiger. Fast alle ethnischen Gruppen werden wachsen; es schrumpft allein die Zahl der Weißen (ohne „Hispanics“), denn bei ihnen kommen die Faktoren der Alterung am stärksten zum Tragen. Ihr Anteil sinkt laut Projektion bereits 2045 auf unter 50 % und liegt 2060 bei 44 %. Es gibt dann keine Bevölkerungsgruppe mehr, die eine Mehrheit stellt, nur noch „Minderheiten“. Deutlich zunehmen wird vor allem der Anteil der Hispanics (von 16 % auf rund 24 %). Die US-Statistik spricht in diesem Kontext allerdings nicht von „Ethnien“, sondern von „race“ und „ethnicity“. Anders als der belastete Begriff der „Rasse“ beruht das Konzept von „race“ nicht auf physischen Merkmalen, sondern darauf, in welche Kategorie man sich selbst einordnet. Quer dazu steht die „ethnicity“, die sich auf die Hispanics bezieht. Hier spielt die Herkunft aus Lateinamerika die entscheidende Rolle. Hispanics können sich bei jeder „race“ eintragen; über 95 % ordnen sich den Weißen zu.

Die genannten Zahlen gehen von einem Haupt-Szenario aus, das die Trends der Vergangenheit in die Zukunft projiziert: Bleibt die Zuwanderung im Rahmen der Jahre 2011 bis 2015, wächst die Bevölkerung von rund 333 Mio (2020) auf 404 Mio (2060). Das U.S. Census Bureau hat zusätzlich drei alternative Szenarien durchgerechnet, die den Faktor „Zuwanderung“ variieren. Würde die Zuwanderung stärker steigen als erwartet, wüchse die US-Bevölkerung bis 2060 auf 447 Mio. Gäbe es gar keine Zuwanderung, würde die Bevölkerung dagegen auf 320 Mio schrumpfen. An den demografischen Trends ändert das aber

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2020
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