So wächst die Weltbevölkerung

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Um 1800 wurde die Erde von rund einer Milliarde Menschen bevölkert. Es dauerte rund 125 Jahre (bis 1927), ehe sich diese Zahl verdoppelt hatte. Die dritte Milliarde kam innerhalb von 33 Jahren (bis 1960) hinzu, die vierte in 14 Jahren (bis 1974) und die fünfte in 13 Jahren (bis 1987). Nach weiteren 12 Jahren überschritt die Weltbevölkerung 1999 die Schwelle von sechs Milliarden. Und wiederum 12 Jahre später wurden 2011 die sieben Milliarden erreicht. Nach den Vorausschätzungen der UN dürfte sich das Wachstumstempo der Weltbevölkerung künftig aber allmählich wieder verlangsamen.

Für die Entwicklung der Weltbevölkerung sind vor allem drei Elemente bedeutsam:

• Die Fruchtbarkeit (die durchschnittliche Anzahl der von einer Frau geborenen Kinder) ist im Weltmaßstab noch immer so hoch, dass auch in den nächsten Jahrzehnten mit einer starken Bevölkerungszunahme gerechnet werden muss. Um die jeweilige Elterngeneration zu ersetzen, müsste jede Frau rechnerisch 2,1 Kinder zur Welt bringen. Tatsächlich werden heute durchschnittlich 2,5 Kinder je Frau geboren. Die neue Bevölkerungsprojektion der UN geht (in ihrer mittleren Variante) davon aus, dass die Fruchtbarkeitsrate bis 2045/50 auf 2,24 Kinder je Frau sinkt und damit nur noch knapp über der „Erhaltungsrate“ liegt.

• Die Sterblichkeit nimmt weiter ab und die durchschnittliche Lebensdauer verlängert sich. Bis 2045/50, so die Annahme der UN-Bevölkerungsexperten, wird die mittlere Lebenserwartung der Neugeborenen weltweit von heute 71 auf 77 Jahre ansteigen.

• Der Altersaufbau: Auf Grund des kräftigen Bevölkerungswachstums der letzten Jahrzehnte sind die unteren Altersklassen der Weltbevölkerung – diejenigen Jahrgänge also, die selbst Kinder zur Welt bringen können – relativ stark besetzt. Trotz sinkender Fruchtbarkeit bleibt die absolute Zahl der Geburten deshalb vorerst noch hoch.

In ihrer mittleren Variantelässt die neue UN-Bevölkerungsprojektion ein Wachstum der Weltbevölkerung von 7,55 Milliarden im Jahr 2017 auf 9,77 Milliarden im Jahr 2050 erwarten. Von Land zu Land verläuft die Entwicklung aber sehr unterschiedlich. Die Hälfte des Bevölkerungswachstums bis 2050 entfällt auf nur zehn Länder: Indien, Nigeria, D.R. Kongo, Pakistan, Äthiopien, Tansania, die USA, Uganda, Indonesien und Ägypten. Ihnen stehen 51 Länder gegenüber, deren Bevölkerung in diesem Zeitraum sinkt, darunter Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen und Polen.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Ausgabe: 07/2017
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