Die bevölerungsreichsten Länder

Die bevölerungsreichsten Länder

Infografik Nr. 603120

Im Herbst 2011 überschritt die Weltbevölkerung die Schwelle von 7 Milliarden. Mitte 2018 lebten auf der Erde nach Schätzungen des amerikanischen Population Reference Bureau bereits rund 7,6 Milliarden Menschen, die sich auf 200 Länder verteilten. Folgt man den jüngsten Bevölkerungsprojektionen, wird sich das Wachstum der Menschheit bis zur Mitte dieses Jahrhunderts insgesamt verlangsamen.

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Im Herbst 2011 überschritt die Weltbevölkerung die Schwelle von 7 Milliarden. Mitte 2018 lebten auf der Erde nach Schätzungen des amerikanischen Population Reference Bureau bereits rund 7,6 Milliarden Menschen, die sich auf 200 Länder verteilten. Nur 13 Länder zählen mehr als 100 Millionen Einwohner. Auf sie konzentrieren sich aber nahezu zwei Drittel (63 %) der gesamten Weltbevölkerung. Allein 36 % entfallen auf die beiden bevölkerungsreichsten Länder – China mit 1 394 Mio und Indien mit 1 371 Mio Menschen. Es folgen die USA vor Indonesien, Brasilien, Pakistan und Nigeria.

Deutschland ist mit knapp 83 Mio Einwohnern mittlerweile auf Rang 17 zurückgefallen – hinter Vietnam und der DR Kongo. 1950 lag (Gesamt-)Deutschland noch an siebter Stelle. Damals gab es aber überhaupt erst vier Staaten mit mehr als 100 Millionen Einwohnern und die Weltbevölkerung umfasste gerade einmal 2,5 Milliarden Menschen. China mit 545 Mio und Indien mit 371 Mio standen auch damals schon mit weitem Abstand an der Spitze. Seitdem schoben sich im Bevölkerungsvergleich weitere Entwicklungsländer nach vorn, während die langsamer wachsenden Industriestaaten meist mehrere Rangplätze verloren.

Folgt man den jüngsten Bevölkerungsprojektionen, wird sich das Wachstum der Menschheit bis zur Mitte dieses Jahrhunderts insgesamt verlangsamen. Viele Entwicklungsländer weisen über diesen Zeitraum aber immer noch hohe Zuwachsraten auf. Vor allem die Bevölkerung zahlreicher afrikanischer Staaten – darunter viele krisengeplagte Länder wie Somalia, Südsudan oder die DR Kongo – wird sich bis 2050 mehr als verdoppeln. Dagegen müssen Länder wie Japan, Deutschland, Italien, Russland, die Ukraine oder Polen mit zum Teil deutlichen Bevölkerungseinbußen rechnen. Das unterschiedliche Tempo der Bevölkerungsentwicklung hat weitere Positionsverschiebungen zwischen den bevölkerungsstärksten Ländern zur Folge – Veränderungen, die auf den Welthandel, die Rohstoff- und Energieversorgung und die Sicherheitspolitik, aber auch auf das Verhältnis der Kulturen ausstrahlen werden.   

Im Jahr 2050 gibt es nach Einschätzung des PRB voraussichtlich 18 Staaten mit mehr als 100 Millionen Einwohnern. Angeführt wird die Rangliste dann von Indien mit 1 680 Mio und China mit 1 344 Mio Einwohnern. Auf Rang drei liegt Nigeria mit rund 411 Mio Einwohnern, die USA fallen auf den vierten Platz zurück (390 Mio). Es folgen Indonesien (320 Mio), Pakistan (307 Mio), Brasilien (231 Mio), DR Kongo (216 Mio) und Bangladesch (202 Mio). Demgegenüber liegt Deutschland mit einer Bevölkerung von rund 79 Mio nur noch auf dem 25. Rang, in Westeuropa aber noch vor Großbritannien (75 Mio) und Frankreich (72 Mio).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 11/2018
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