Brennpunkte des Weltgeschehens 2017

Brennpunkte des Weltgeschehens 2017
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Das Jahr 2017 stand politisch ganz im Zeichen der Veränderungen und Irritationen, die durch die Wahl Donald Trumps ins Amt des US-Präsidenten ausgelöst wurden. Viele seiner Entscheidungen im ersten Amtsjahr galten der Rückabwicklung der Politik seines Vorgängers Barack Obama (wenn auch nicht immer mit Erfolg), so in der Gesundheitspolitik, der Umwelt- und Klimapolitik oder der Außenpolitik. Unter der Devise „America first“ stellte er die wirtschaftliche Globalisierung in Frage, deren Verfechter die USA über Jahrzehnte gewesen waren, und zog sich aus dem geplanten transpazifischen Handelsabkommen zurück. Auch die Nachbarstaaten Kanada und Mexiko und die europäischen Partner bekamen die härtere Gangart der USA zu spüren. Zur Rolle der USA in den Krisen der Welt war aber keine klare Linie erkennbar. Nicht „nation building“, sondern die amerikanischen Interessen sollten künftig im Vordergrund stehen. Mit Nordkoreas Diktator Kim Jong-un, der die Welt mit Raketen- und Atomtests provozierte, lieferte sich Trump einen bizarren Wettstreit der Kriegsdrohungen. Im Nahen Osten erkannten die USA gegen die große Mehrheit der UNO und des UN-Sicherheitsrats Jerusalem als Hauptstadt Israels an (21.12.).

Während sich die USA so mehr und mehr von ihrer Rolle als anerkannte Führungsmacht entfernten, war Europa zu sehr mit inneren Problemen beschäftigt, um ein ernsthaftes Gegengewicht aufbauen zu können. Der am 29.3. erklärte Austrittsbeschluss Großbritanniens, zugleich Beginn der zweijährigen Phase zur Klärung der Scheidungsmodalitäten, warf seinen Schatten auf die EU, die auch durch die autoritären Entwicklungen in Polen oder Ungarn und die separatistischen Bestrebungen in Katalonien herausgefordert war. Der Versuch des neuen französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, dem europäischen Projekt wieder Schwung zu verleihen, fand zunächst wenig Widerhall. Deutschland als wichtigster Partner hatte nach der Bundestagswahl (24.9.) anhaltende Schwierigkeiten eine neue Regierung zu bilden.

Demgegenüber setzte China seinen Weg zur Großmacht fort. Parteichef Xi Jinping wurde auf dem Kongress der KP (Okt.) nachdrücklich bestätigt. Seine Gedanken zum „Neuen Zeitalter des Sozialismus chinesischer Prägung“ versprechen nicht Öffnung oder Liberalisierung, sondern zeichnen einen Entwicklungspfad unter strikter Kontrolle der Kommunistischen Partei.

Im syrischen Bürgerkrieg war noch kein Ende in Sicht. Russland, Iran und die Türkei stützten das Assad-Regime, das weiteren Boden gutmachen konnte. In der Türkei sicherte sich Staatschef Erdogan durch ein Referendum (16.4.) mit knappem Ausgang den Übergang zu einem Präsidialsystem.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2018
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