Europas Bevölkerung 2015-2080

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Europas Bevölkerung 2015-2080

In den 28 Staaten der EU lebten Anfang 2015 rund 508 Millionen Menschen. Nach Vorausschätzungen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat ist zu erwarten, dass die EU-Bevölkerung über die nächste Generation noch wächst und 2049 (mit 526 Mio) ihren höchsten Stand erreicht. Dann kippt der Trend und sie pendelt sich bis zum Ende des betrachteten Zeitraums, im Jahr 2080, bei rund 520 Mio ein. Die Vorausschau geht im hier vorliegenden Grundszenario von heute erkennbaren Bevölkerungstrends aus und projiziert sie in die Zukunft. In anderen Varianten wird durchgerechnet, wie sich Bevölkerungsentwicklung und -struktur verändern, wenn die Lebenserwartung stärker steigt, die Fruchtbarkeit sinkt oder die Zuwanderung schwächer ausfällt als im Grundszenario.

Bewegt sich die Bevölkerung auf der angenommenen Bahn, reicht die Zahl der jährlichen Geburten in der EU schon ab 2016 nicht mehr aus, um die Sterbefälle aufzuwiegen. Das natürliche Bevölkerungswachstum der EU als Ganze geht zu diesem Zeitpunkt in ein anhaltendes Defizit über, wie es in Deutschland bereits seit 1972 zu beobachten ist. Dank der Zuwanderung wächst die EU-Bevölkerung aber auch danach noch für drei Jahrzehnte weiter. Ab 2050 können die Immigranten den natürlichen Bevölkerungsverlust jedoch nicht mehr wettmachen.

Die Bevölkerungsbilanz der EU-28 für den Zeitraum von 2015 bis 2080 fällt unterm Strich noch leicht positiv aus. Den 393 Mio Sterbefällen, die sich im Lauf dieser sechseinhalb Jahrzehnte ereignen, stehen zwar nur 332 Mio Geburten gegenüber, doch wandern den Annahmen zufolge insgesamt 73 Mio Menschen zu. Im Jahr 2080 hat die EU-28 deshalb rund 12 Mio Einwohner (2 %) mehr als 2015. Allerdings schwankt die Bevölkerungsbilanz der einzelnen EU-Länder in einem breiten Spektrum zwischen Wachstum und Verlust. So wird sich die Bevölkerung Luxemburgs bis zum Jahr 2080 voraussichtlich mehr als verdoppeln, die Belgiens, Schwedens und Zyperns um knapp die Hälfte zunehmen. Großbritannien wächst um ein Drittel, Frankreich um ein Fünftel. Insgesamt verbuchen die Staaten im Westen und Norden Europas und die Alpenländer zum Teil deutliche Bevölkerungsgewinne. Die mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder haben dagegen mit Bevölkerungseinbußen zu rechnen. Der stärkste Rückgang (-37 %) zeichnet sich dabei in Litauen ab. Lettland, Bulgarien, Portugal und Griechenland verlieren knapp ein Drittel ihres heutigen Bevölkerungsstands. Auch die Bevölkerung Deutschlands schrumpft – um 19 % auf rund 65 Mio. Das heute noch größte EU-Land fällt damit auf den dritten Rang (hinter Großbritannien und Frankreich) zurück.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 06/2015
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