Die USA - eine multiethnische Gesellschaft

Die USA - eine multiethnische Gesellschaft
Seitenanzahl

1

Die USA – eine multiethnische Gesellschaft

Von Beginn an waren die USA ein Einwanderungsland, und dieser Charakter bestimmt auch ihre heutige Bevölkerungsstruktur. Die eig ...

Verfügbare Produktformate:

Die USA – eine multiethnische Gesellschaft Von Beginn an waren die USA ein... mehr
Mehr Details zu "Die USA - eine multiethnische Gesellschaft"

Die USA – eine multiethnische Gesellschaft

Von Beginn an waren die USA ein Einwanderungsland, und dieser Charakter bestimmt auch ihre heutige Bevölkerungsstruktur. Die eigentlichen Ureinwohner – Indianer, indigene Völker Alaskas und der Pazifikinseln – machen nur noch einen winzigen Teil (1 %) der Bevölkerung aus. Schon früh wurden sie von den Einwanderern aus Europa verdrängt, die über mehrere Jahrhunderte ins Land kamen und deren Nachfahren heute als Weiße europäischer Abstammung die Mehrheit (62 %) der Bevölkerung stellen. Europa als wichtigste Herkunftsregion wurde seit den 1970er Jahren von Asien und vor allem Lateinamerika abgelöst; so bilden inzwischen die Hispanics mit einem Sechstel (16 %) der Bevölkerung die zweitgrößte ethnische Gruppe. Noch größere Bevölkerungsanteile stellen sie im ehemals spanischen bzw. mexikanischen Südwesten (den Regionen Pacific, West South Central und Mountain), aber auch in Florida (South Atlantic), dem Ziel vieler Emigranten aus Kuba. In der US-Statistik werden die „Hispanics“ über die spanische Sprache definiert, nicht über die „Rasse“ wie die anderen Bevölkerungsgruppen. Die allermeisten Hispanics sind Weiße mit ursprünglich europäischer – genauer: spanischer – Herkunft; nur ein kleiner Teil (etwa 2 % der Bevölkerung) ist anderer Abstammung. Afroamerikaner, überwiegend Nachfahren aus Westafrika deportierter Sklaven, machen 13 % der Bevölkerung aus. Sie leben vorwiegend im Süden und Südosten, in den ehemaligen Südstaaten mit ihrer Sklavenwirtschaft. Im Laufe des 20. Jahrhundert verließen allerdings mehrere Millionen Afroamerikaner diese Gebiete und wanderten in die aufstrebenden städtischen Zentren im Nordosten und im Westen aus. Asiaten bilden mit 5 % der Bevölkerung noch eine relativ kleine ethnische Gruppe. Sie leben mehrheitlich in den Großstädten Kaliforniens (Pacific) und in New York (Middle Atlantic). Rund 3 % der US-Bevölkerung gehören mehreren Ethnien an.

Ihre ethnische Vielfalt hat die amerikanische Gesellschaft durchaus bereichert, birgt aber auch Probleme. Rassismus ist in den USA nach wie vor verbreitet, und die Ungleichheit der Chancen zeigt sich vor allem bei Hispanics und Afroamerikanern. Sie erreichen seltener höhere Schulabschlüsse als Weiße oder auch Asiaten, und die Armutsquoten der Schwarzen und der Hispanics waren 2014 mit 26 % bzw. 24 % mehr als doppelt so hoch wie bei der weißen Bevölkerung (10 %) und den Asiaten (12 %).

Laut den Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung wird in einigen Jahrzehnten keine ethnische Gruppe mehr eine Mehrheit im Land stellen. Der Anteil der weißen Bevölkerung (ohne Hispanics) wird demnach bis 2060 auf nur noch 44 % sinken, während der Anteil der Hispanics auf gut ein Viertel steigt.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
s/w-Version: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 08/2016
Zuletzt angesehen