Bevölkerungsentwicklung in den USA

Bevölkerungsentwicklung in den USA

Infografik Nr. 853511

Bevölkerungsentwicklung in den USA

Nach dem Auftrag der amerikanischen Verfassung führt das US Census Bureau seit 1790 alle zehn Jahre eine Volkszählung durch. Von den E ...

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Bevölkerungsentwicklung in den USA

Nach dem Auftrag der amerikanischen Verfassung führt das US Census Bureau seit 1790 alle zehn Jahre eine Volkszählung durch. Von den Ergebnissen dieser Zählung hängt es ab, wie viele Abgeordnete jeder der US-Bundesstaaten während der nächsten Dekade ins Repräsentantenhaus entsenden kann. Außerdem knüpfen viele Gesetze und Programme an die Zensusdaten an. Von dieser direkten politischen Zweckbestimmung abgesehen ist die Volkszählung aber auch eine unschätzbare Informationsquelle für Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Nach der Zählung vom 1. April 2010 lebten in den USA 308,7 Millionen Menschen. Gegenüber dem Zensus des Jahres 2000 bedeutete das einen Zuwachs um 27,3 Millionen, knapp 10 %. (Zum Vergleich: Die Bevölkerung der EU-27 nahm zwischen 2000 und 2010 um weniger als 4 % zu.) Anfang des 20. Jahrhunderts hatten die USA in ihrem heutigen Gebietsumfang – 50 Bundesstaaten + Washington, D.C. – erst 76,2 Mio Einwohner.

Das enorme Bevölkerungswachstum seit 1900 verteilte sich nicht gleichmäßig über das Land; in seinen einzelnen Phasen verlief es vielmehr regional stark unterschiedlich. Lagen die Bevölkerungsschwerpunkte bis Mitte des 20. Jahrhunderts im Nordosten der USA, so weisen die West- und Südstaaten seitdem eine wesentlich stärkere Bevölkerungsdynamik auf. Vom Bevölkerungszuwachs der Jahre 2000 bis 2010 entfielen allein 8,0 Mio auf die Grossregion South Atlantic mit Florida als größtem Bundesstaat. Ein Plus von 4,9 Mio Einwohnern verzeichnete die Region West South Central; zu ihr gehört Texas, der Bundesstaat mit dem zahlenmäßig größten Bevölkerungsgewinn dieses Jahrzehnts (+ 4,3 Mio). Die Region Pacific wuchs ebenfalls um 4,9 Mio Einwohner. Demgegenüber beschränkte sich die Bevölkerungszunahme im gesamten Nordosten von den Großen Seen bis zu den Neuengland-Staaten auf 3,0 Mio Einwohner.

Den prozentual stärksten Zuwachs verzeichnete die allerdings nach wie vor dünn besiedelte Mountain-Region mit den Gebirgs- und Wüstenstaaten im Zuge der Rocky Mountains, deren Einwohnerschaft in diesen zehn Jahren um gut ein Fünftel (21,4 %) zunahm. Am schnellsten wuchs der Bundesstaat Nevada, dessen Bevölkerung sich zwischen 2000 und 2010 um 35,1 % vermehrte. Mit der Bevölkerungsdrift in die Regionen des „sun belt“ verschieben sich immer mehr auch die wirtschaftlichen und politischen Gewichte zum Süden und Westen der USA. Nach der Neuverteilung der Wahlbezirke auf Grund des Zensus 2010 entsenden acht Süd- und Weststaaten insgesamt zwölf zusätzliche Abgeordnete ins Repräsentantenhaus, während die Vertretung vor allem des Nordens und Ostens entsprechend schrumpft.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 12/2010
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