Handelsbeziehungen der USA

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Infografik Nr. 856701

Mit Importzöllen will Präsident Trump den Außenhandel der USA neu ausrichten. Davon in erster Linie betroffen sind die Nachbarländer Mexiko und Kanada sowie China und die Europäische Union. Sie alle haben ernsthafte Rückwirkungen auf ihre Wirtschaft zu befürchten. Das ZAHLENBILD zeigt, wie sich US-Importe und Exporte 2024 auf die acht wichtigsten Handelspartner verteilten.

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Handelsbeziehungen der USA

Für die Weltwirtschaft sind die USA so bedeutend wie kaum ein anderes Land. Sie sind der wichtigste Abnehmer für Exportprodukte anderer Länder und gehören auch mit ihren eigenen Warenexporten zu den führenden Nationen (2024 an zweiter Stelle hinter China). Entsprechend weit reicht der Einfluss, den ökonomische Entwicklungen und handelspolitische Entscheidungen in den USA auf die globale Wirtschaft und einzelne Handelspartner ausüben können. Während der ersten Amtszeit von US-Präsident Trump lösten die USA einen regelrechten Handelskrieg aus, indem sie Waren aus China mit hohen Zöllen belegten. Dies hatte von 2018 auf 2019 einen Rückgang der Importe aus der Volksrepublik um 17% und in Gegenrichtung einen Rückgang der Exporte um 11 % zur Folge. Der Handel mit den Nachbarländern Mexiko und Kanada wurde durch das NAFTA-Nachfolgeabkommen USMCA (in Kraft ab 2020) neu ausgerichtet.

Zu Beginn der zweiten Amtszeit von Trump Anfang 2025 machte der Außenhandel erneut einen Schwerpunkt seiner wirtschaftspolitischen Agenda aus. Mithilfe von Einfuhrzöllen soll das Verhältnis zwischen Importen und Exporten besser ausbaslanciert werden. Um auf dem amerikanischen Markt weiter erfolgreich zu sein, sollen die großen Handelspartner ihre Produktion in die USA verlegen, statt ihre Güter dorthin zu liefern. Damit ist eine Abkehr vom Gedanken des Freihandels verbunden, den die USA seit der ersten Nachkriegszeit unterstützt hatten. Neben China, Mexiko und Kanada steht auch Deutschland bei Trump in der Kritik, weil es als stark exportorientierte Volkswirtschaft wesentlich mehr Waren in die USA liefert, als sie im Gegenzug von dort importiert. Betrachtet man die Außenhandelsdaten des Jahres 2024, standen den Warenimporten der USA im Wert von 3 267 Mrd $ Warenexporte von 2 065 Mrd $ gegenüber. Das Handelsbilanzdefizit belief sich demnach auf 1 202 Mrd $. Im Austausch von Dienstleistungen (dazu zählen insbesondere digitale Dienste, Software, Patente und Lizenzen sowie Finanzdienstleistungen) erzielten die USA 2024 allerdings einen Überschuss von 293 Mrd $.

Wichtigster Außenhandelspartner der USA war 2024 Mexiko, mit dem wichtige Wirtschaftszweige der USA, vor allem die Autoindustrie, durch arbeitsteilige Produktion verbunden sind. Rund ein Sechstel (16 %) des gesamten Warenhandels der USA entfiel auf den südlichen Nachbarn. Den zweiten Rang belegte Kanada (14 %) vor China (11 %). Deutschland und Japan als traditionelle Handelspartner schlossen sich mit Anteilen von jeweils 4 % an. Dann folgten aber schon die ostasiatischen Länder Südkorea, Taiwan und Vietnam, die zum Teil als ausgelagerte Werkbank von der Zurückdrängung Chinas profitierten.

Ausgabe: 03/2025
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder