Länder mit schrumpfender Bevölkerung

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Im Jahr 2017 leben auf der Erde rund 7,55 Milliarden Menschen. Davon ausgehend wird die Weltbevölkerung bis 2050 voraussichtlich noch um knapp ein Drittel auf 9,77 Milliarden zunehmen. Das ist das ...

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Im Jahr 2017 leben auf der Erde rund 7,55 Milliarden Menschen. Davon ausgehend wird die Weltbevölkerung bis 2050 voraussichtlich noch um knapp ein Drittel auf 9,77 Milliarden zunehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Vorausschätzung durch die UN-Bevölkerungsabteilung. Sie geht dabei von der Annahme aus, dass die Fruchtbarkeit weltweit von 2,47 auf 2,24 Kinder je Frau zurückgeht, während die Lebenserwartung weiter ansteigt. Das angenommene Bevölkerungswachstum konzentriert sich zahlenmäßig auf Afrika und Asien; dagegen muss Europa als einziger Kontinent mit schrumpfenden Einwohnerzahlen rechnen. Von den 28 EU-Mitgliedstaaten müssen sich allein 17 auf einen Rückgang ihrer Bevölkerung einstellen.

Hauptursache dafür sind die anhaltend niedrigen Fruchtbarkeitsraten. Zum langfristigen Erhalt der Bevölkerung müsste jede Frau rechnerisch 2,1 Kinder zur Welt bringen. Tatsächlich liegt die Gesamtfruchtbarkeit in vielen Ländern zurzeit weit unter dieser Erhaltungsrate, so z.B. in Polen (1,29), Südkorea (1,36), Deutschland (1,47), Japan (1,48), Italien (1,49) oder der Ukraine (1,56). Auch wenn die Fruchtbarkeit in diesen Ländern allmählich wieder ansteigt, genügt das nicht, um die Bevölkerung wieder wachsen zu lassen. Auf Grund des oft schon seit Jahrzehnten anhaltenden Geburtenrückgangs und der gestiegenen Lebenserwartung ist die Bevölkerung dieser Länder inzwischen stark gealtert; die für eine Mutterschaft in Frage kommenden jüngeren weiblichen Jahrgänge sind viel schwächer besetzt als noch vor einigen Jahrzehnten. Auf absehbare Zeit wird es daher mehr Todesfälle als Geburten geben.

Neben diesen natürlichen Einflussgrößen wirken sich die internationalen Wanderungsbewegungen auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Viele entwickelte Gesellschaften ziehen Zuwanderer aus ärmeren Weltregionen an und können so einen Teil ihrer natürlichen Bevölkerungseinbußen kompensieren. Manche Länder mit höherem Entwicklungsstand verzeichnen aber selbst Wanderungsverluste, so dass sich ihr Bevölkerungsrückgang noch beschleunigt. Vor allem im östlichen Europa ist dies der Fall.

Nach den Vorausschätzungen der UN schrumpft die Bevölkerung 2017 bis 2050 in fünfzig von insgesamt rund 230 Ländern und Territorien. 19 dieser Länder büßen mehr als ein Zehntel ihrer heutigen Einwohnerzahl ein. Am meisten vom Rückgang betroffen ist Bulgarien, dessen Bevölkerung sich bis 2050 um fast ein Viertel (23 %) verringert. Von den größeren Staaten verzeichnet Japan (-15 %) voraussichtlich die stärksten Bevölkerungseinbußen; Russland schrumpft um 8 %, Italien um 7 %, Deutschland um 4 %.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2017
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