Die Bevölkerung der Europäischen Union

Die Bevölkerung der Europäischen Union

Infografik Nr. 707110

Nach Schätzung des europäischen Statistikamts Eurostat lebten in der Europäischen Union mit ihren derzeit 28 Mitgliedstaaten Anfang 2019 rund 513 Millionen Menschen. Die EU verbindet Staaten ganz unterschiedlicher Größe miteinander. So zählt Deutschland als bevölkerungsstärkstes Mitgliedsland 83,0 Mio Einwohner, Malta als kleinstes nur 0,5 Mio. Die sechs „Großen“ (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Polen) stellen zusammen gut 70 % der EU-Bevölkerung; 30 % verteilen sich auf die übrigen 22 Mitglieder.

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Nach Schätzung des europäischen Statistikamts Eurostat lebten in der Europäischen Union mit ihren derzeit 28 Mitgliedstaaten Anfang 2019 rund 513 Millionen Menschen. Die EU verbindet Staaten ganz unterschiedlicher Größe miteinander. So zählt Deutschland als bevölkerungsstärkstes Mitgliedsland 83,0 Mio Einwohner, Malta als kleinstes nur 0,5 Mio. Die sechs „Großen“ (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Polen) stellen zusammen gut 70 % der EU-Bevölkerung; 30 % verteilen sich auf die übrigen 22 Mitglieder. Mit dem Austritt Großbritanniens geht der EU allerdings ein Bevölkerungs-Schwergewicht (mit einem Anteil von fast 13 %) verloren.

Verfolgt man die Entwicklung bis ins Jahr 1960 zurück, so verzeichnete die heutige EU-28 stets einen Bevölkerungszuwachs. Nimmt man das Jahr 1991 als Ausgangspunkt, so kamen bis 2019 rund 36 Mio Einwohner hinzu. Allerdings verlief die Entwicklung ungleichmäßig. Einige ost- und südosteuropäische Staaten schrumpften: die baltischen Staaten, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, in geringem Umfang auch Polen. Dagegen weisen die meisten westeuropäischen Staaten ein zahlenmäßig kräftiges Bevölkerungswachstum gegenüber 1991 auf: so insbesondere Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Deutschland, Irland, die Niederlande, Belgien, Schweden und Österreich.

Sieht man allein auf die natürlichen Veränderungen, die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, so wiesen zuletzt 15 der 28 EU-Staaten eine negative Bilanz auf: Neben Bulgarien, Lettland, Litauen, Kroatien, Ungarn und Rumänien u. a. auch Griechenland, Italien und Deutschland. Die EU im Ganzen verzeichnete erstmals im Jahr 2015, dann aber auch 2017 und 2018 wieder einen natürlichen Bevölkerungs-verlust. Längerfristig scheint für die EU ein weiteres Geburtendefizit vorgezeichnet. Schon seit Mitte der 1970er Jahre werden in der EU weniger Babys geboren als notwendig wären, um die jeweilige Elterngeneration zu ersetzen.

So speist sich das Bevölkerungswachstum der EU aktuell vor allem aus der Zuwanderung in die wirtschaftlich prosperierenden Mitgliedstaaten wie Luxemburg, Irland, Schweden, Deutschland, die Niederlande und auch Großbritannien. Eine starke Zuwanderung verzeichnen auch die Mittelmeerstaaten Malta, Zypern und Spanien. Dabei handelt es sich sowohl um Bevölkerungsverschiebungen innerhalb der EU (auf Grund der Abwanderung aus osteuropäischen Ländern) als auch um den Zuzug von Migranten aus Konfliktregionen und wirtschaftlich notleidenden Gebieten außerhalb der EU.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2019
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