Schulabgänger - Vorausberechnung bis 2030

Schulabgänger - Vorausberechnung bis 2030

Infografik Nr. 515220

Nach Daten der Kultusministerkonferenz stieg die Gesamtzahl der Absolventen allgemeinbildender Schulen in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre fast kontinuierlich an und überschritt 2006 mit 967000 ihren Höhepunkt. Seitdem ging sie zurück – mit einigen Schwankungen, die durch die Entlassung doppelter Abiturientenjahrgänge als Folge der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium verursacht wurden.

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Wenn die Geburtenhäufigkeit in Deutschland ab- oder zunimmt, wirken sich diese Veränderungen in entsprechendem Zeitabstand auf alle Stufen des Bildungswesens und schließlich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Die Herausforderungen, die auf Schulen, Hochschulen und Wirtschaft in den nächsten 15 Jahren zukommen, sind deshalb, was ihren demographischen Hintergrund angeht, zum großen Teil schon heute vorhersehbar. Weniger genau ist abzuschätzen, wie sich das Bildungsverhalten entwickelt: ob z.B. mehr Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs das Abitur anstreben oder ob es bei den heutigen Verhältnissen bleibt. Vorausberechnungen, wie sie die Kultusministerkonferenz (KMK) seit den 1970er Jahren regelmäßig vorlegt, helfen aber, markante Zukunftstrends rechtzeitig zu erkennen und sie in die öffentlichen und privatwirtschaftlichen Planungen einzubeziehen. Neben der Entwicklung der Schülerzahlen ist dabei die Zahl der künftigen Schulabsolventen von besonderem Interesse. Denn sie zeigt an, mit welchem Nachwuchs für Lehrstellen und Studienplätze, Arbeitsmarkt und Sozialsystem zu rechnen ist.

Nach Daten der KMK stieg die Gesamtzahl der Absolventen allgemeinbildender Schulen in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre fast kontinuierlich an und überschritt 2006 mit 967000 ihren Höhepunkt. Seitdem ging sie zurück – mit einigen Schwankungen, die durch die Entlassung doppelter Abiturientenjahrgänge als Folge der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium verursacht wurden. Der Tiefpunkt der künftigen Entwicklung wird 2025 mit 766000 Schulabsolventen und Schulabgängern erwartet. Die Ergebnisse für die Jahre 2020 und 2025 werden aber durch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums beeinflusst, durch die in einigen Ländern ein Abiturientenjahrgang ausfällt. Davon abgesehen liegt die Zahl der Absolventen und Abgänger der allgemeinbildenden Schulen ab 2018 im Bereich zwischen 780000 und 805000. Für 2030 rechnet die KMK mit einem leichten Anstieg auf 809000 Absolventen und Abgänger. Sowohl bei den Hauptschulabschlüssen als auch bei den mittleren Abschlüssen zeigt sich in den 2020er Jahren nur wenig Bewegung. Gleiches gilt für die Abgänger ohne Hauptschulabschluss.

Die regionalen Absolventenzahlen sind von unterschiedlicher Geburtenentwicklung und Zuwanderung geprägt. Während die westdeutschen Flächenländer 2020-2030 mit tendenziell gleichbleibenden Zahlen zu rechnen haben, zeichnet sich in Ostdeutschland und in den Stadtstaaten ein leichter Aufwärtstrend ab. 2030 gehen in den westdeutschen Flächenländern 632000, in den ostdeutschen Ländern 112000 und in den Stadtstaaten 65000 Schülerinnen und Schüler von den allgemeinbildenden Schulen ab.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2018
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