Welterbe - Kultur- und Naturstätten in Deutschland

Welterbe - Kultur- und Naturstätten in Deutschland

Infografik Nr. 536200

1972 beschloss die UNESCO eine Internationale Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit, der seitdem 193 Staaten beigetreten sind. Die Konvention sieht es als Aufgabe jedes Staates an, seine großen Kulturschätze und Naturdenkmäler selbst zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren: sie nimmt darüber hinaus aber auch die gesamte Staatengemeinschaft für diese Aufgabe in die Pflicht. Das wird durch die Aufnahme herausragender Kultur- und Naturdenkmäler in die Liste des Welterbes unterstrichen. Mittlerweile (2019) umfasst die Liste 1121 Stätten des Kultur- und Naturerbes in 167 Ländern der Erde.

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Überall in der Welt sind einzigartige Kulturschöpfungen und Naturlandschaften in ihrem Fortbestand bedroht, weil sie vergessen und vernachlässigt werden, weil die Mittel zu ihrem Unterhalt fehlen oder weil konkurrierende wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen rücksichtslos über sie hinweggehen. Um diesen Gefahren zu begegnen, beschloss die UNESCO 1972 eine Internationale Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit, der seitdem 193 Staaten beigetreten sind.

Die Konvention sieht es als Aufgabe jedes Staates an, seine großen Kulturschätze und Naturdenkmäler selbst zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren: sie nimmt darüber hinaus aber auch die gesamte Staatengemeinschaft für diese Aufgabe in die Pflicht. Das wird durch die Aufnahme herausragender Kultur- und Naturdenkmäler in die Liste des Welterbes unterstrichen. Aufnahmekriterien sind u.a. die überragende universelle Bedeutung, die Einzigartigkeit und historische Echtheit einer Kulturstätte oder der unangetastete Naturzustand einer Landschaft. Es muss außerdem ein überzeugender Schutz- und Erhaltungsplan vorliegen. Über die Aufnahme in die UNESCO-Liste entscheidet das aus Vertretern von 21 Ländern bestehende, alljährlich tagende Welterbe-Komitee.

Mittlerweile (2019) umfasst die Liste 1121 Stätten des Kultur- und Naturerbes in 167 Ländern der Erde. Deutschland ist in dieser Liste mit 46 Kultur- und Naturstätten vertreten, darunter die Grube Messel mit ihren Fossilienfunden, die römischen Baudenkmäler in Trier, die Dome zu Aachen, Köln, Naumburg, Speyer und Hildesheim, die Altstadt von Lübeck, Wismar, Stralsund, Goslar, Quedlinburg, Bamberg und Regensburg, die Wartburg und die Wieskirche, das klassische Weimar und die Berliner Museumsinsel, der Muskauer Park und die Zeche Zollverein in Essen. Der dem Dresdner Elbtal verliehene Welterbe-Status ging 2009 wegen eines umstrittenen Brückenbaus wieder verloren. Zuletzt wurden u.a. die Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb, die Grenzanlagen um Haithabu und das Danewerk sowie das Erzgebirge als traditionelle Bergbauregion neu in die Liste aufgenommen.

In der Liste des Weltkulturerbes sind die Staaten Europas stark vertreten. Daraus ergibt sich ein gewisses Übergewicht der europäischen, vor allem der christlich-mittelalterlichen Kultur. Die UNESCO hat sich daher vorgenommen, die bedeutenden Naturstätten stärker zu berücksichtigen und den Entwicklungsländern besseren Zugang zur Liste zu verschaffen. Das UNESCO- Komitee fordert zudem verstärkte Schutzmaßnahmen, um der gezielten Zerstörung von Welterbestätten in kriegerischen Konflikten zu begegnen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 10/2019
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