Private Nutzung des Internets

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Private Nutzung des Internets

Seit das Internet in den frühen 1990er Jahren für die allgemeine Nutzung freigegeben wurde, hat es sich als digitales Medium mit einer kaum mehr überschaubaren Vielzahl von Funktionen und Plattformen im Alltag der Menschen etabliert. Wie eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt, waren 2015 bereits 85 % aller Haushalte in Deutschland mit einem Internetzugang ausgestattet. 82 % der Bevölkerung ab zehn Jahren sind regelmäßig im Internet unterwegs, 70 % sogar fast täglich. Neben der Verbreitung stationärer Computer trägt dazu die Entwicklung mobiler Endgeräte bei, die das Internet ständig verfügbar machen. Gleichwohl haben nicht alle Menschen an diesem Medium teil. Vor allem ältere Personen, insbesondere alleinstehende Frauen, sehen häufig keinen Bedarf dafür. Diejenigen, die regelmäßig online gehen, sind sich in einem einig: Sie nutzen das Internet fast ausnahmslos für die Kommunikation per E-Mail. Ansonsten sind aber zum Teil deutliche altersbedingte Unterschiede im Nutzungsverhalten festzustellen.

Die Nutzer der Altersgruppe zwischen 16 und 24 Jahren sind schon mit dem Internet aufgewachsen. Für sie ist das sogenannte Web 2.0 ein Mitmach-Netz, das zu Kommunikation und kreativem Mitwirken einlädt. Für die jungen Anwender stehen Kontaktpflege und Austausch mit anderen im Vordergrund ihrer Internetaktivitäten. Sie tummeln sich in sozialen Netzwerken (93 %) und laden eigene Inhalte auf Webseiten hoch (51 %). Einen hohen Stellenwert hat das Netz für sie auch als Plattform für das berufliche Fortkommen. 69 % der User dieser Altersgruppe suchen online nach Angeboten für die Aus- oder Fortbildung, 33 % verschicken Bewerbungen per Internet oder durchforschen es nach Arbeitsstellen.

Für die Anwender im Alter zwischen 45 und 64 Jahren ist das Internet demgegenüber vor allem ein Informationsnetz. Die meisten von ihnen (92 %) nutzen es, um sich über Waren und Dienstleistungen zu informieren. Mehr als zwei Drittel beschäftigen sich mit den online angebotenen Gesundheitsthemen (72 %), organisieren Reisen, buchen Fahrkarten und Hotelzimmer (68 %) oder versorgen sich über Online-Lexika mit allgemeinen Informationen (69 %). Jeder Zweite nutzt das Internet für die Erledigung von Bankgeschäften (55 %), jeder Dritte (33 %) als Verkaufsplattform für Waren und Dienstleistungen.

Das Nutzungsverhalten unterscheidet sich auch nach dem Bildungsstand. Generell nimmt die Intensität und Vielfalt der Internet-Aktivitäten mit höherer Bildung zu. Die sozialen Netzwerke werden jedoch stärker von Anwendern mit niedrigem Bildungsstand genutzt: Zu denen gehören aber auch Schüler und Studenten, die ihre Bildungslaufbahn noch gar nicht abgeschlossen haben.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2016
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