Der multimediale Haushalt

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Infografik Nr. 538165

Der multimediale Haushalt

Neue Techniken audiovisueller Übertragung und Wiedergabe erobern in rascher Folge die deutschen Haushalte. Das Wohnzimmer verwandelt sich zum Mittelpunkt eine ...

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Der multimediale Haushalt

Neue Techniken audiovisueller Übertragung und Wiedergabe erobern in rascher Folge die deutschen Haushalte. Das Wohnzimmer verwandelt sich zum Mittelpunkt einer medienelektronischen Erlebniswelt. Zugleich werden Kommunikation, Information, Spiel und Unterhaltung durch mobile Geräte zu allgegenwärtigen Begleitern im Alltag. Die wichtigste Rolle spielt aber nach wie vor das Fernsehen. Nahezu alle Privathaushalte (97 %) sind heute mit mindestens einem Fernsehgerät ausgestattet; 84 % besitzen einen Flachbildfernseher. Wurde das Fernsehen bis Mitte der 1980er Jahre allein durch erdgebundene (terrestrische) Sender verbreitet, so standen seitdem neue Übertragungswege (per Breitbandkabel und Satellit) zur Verfügung, die den Empfang einer weit größeren Anzahl von Fernseh- und Hörfunkprogrammen ermöglichten – eine wesentliche Voraussetzung für die Zulassung neuer, nunmehr auch privater Programmveranstalter. Heute verfügen 47 % aller Haushalte über Satellitenempfang und 46 % über einen Kabelanschluss; weitere 16 % nutzen digitales terrestrisches Antennenfernsehen (DVB-T). Pay-TV-Empfänger für Bezahlprogramme privater Anbieter (wie Sky, Netflix) sind bereits in 19 % der Haushalte vorhanden.

Der Personalcomputer, ursprünglich ein nüchternes Arbeitsgerät, nimmt inzwischen auch einen zentralen Platz in der privaten Unterhaltung, Information und Kommunikation ein. 2016 verfügten 89 % aller Haushalte über einen stationären PC, einen Laptop oder ein Tablet, ebenfalls 89 % über einen Internetzugang, der ihnen den Zugriff auf die Informationen des World Wide Web und die vielfältigsten Online-Angebote ermöglicht. Mobiles Internet, meist per Smartphone, können 47 % der Haushalte nutzen.

Überzeugende technische Neuerungen im Bereich der Heimelektronik setzen sich in raschem Tempo durch, können aber auch schnell wieder verdrängt werden. Ein Beispiel dafür ist der Videorecorder, der bis Ende der 1990er Jahre in den meisten Haushalten Einzug hielt. Ganz ähnlich verlief der Siegeszug des CD-Players. Binnen weniger Jahre verdrängte die CD die traditionellen Tonträger und eroberte als universell einsetzbares Speichermedium auch die Computerwelt. Inzwischen ist sie großenteils selbst schon wieder von der DVD und diese von der Blu-ray-Disc abgelöst, die sich auch zur Speicherung von Filmen und anderen großen Datenmengen eignen. 2016 besaßen schon 65 % der Haushalte ein DVD- oder Blu-ray-Gerät. Die Ausbreitung digitaler Techniken hat auch die Fotografie erfasst und führt sie (per Digitalkamera, wie es sie in 74 % der Haushalte gibt, oder per Smartphone) mit anderen Formen elektronischer Unterhaltung und Kommunikation zusammen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 12/2016
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