Konsum bewegter Bilder

Konsum bewegter Bilder

Infografik Nr. 538112

Wie eine Umfrage für die ARD/ZDF-Studie Massenkommunikation Trends 2019 ergab, ist unabhängig vom Alter praktisch die gesamte Bevölkerung am Konsum bewegter Bilder interessiert. Die laufenden Fernsehsendungen sind aber vor allem bei den älteren Zuschauern (ab 50 Jahren) gefragt, während für Jüngere der Bewegtbildkonsum übers Internet, das heißt die zeitunabhängige, nichtlineare Nutzung, bereits eindeutig im Vordergrund steht.

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Zum klassischen Fernsehabend versammelt sich die Familie pünktlich zum Start einer Sendung auf dem Sofa und folgt den Programmen, wie sie in der Fernsehzeitschrift angezeigt sind. Aber diese Art des Fernsehens hat Konkurrenz bekommen. Zwar ist das lineare Fernsehen, die Nutzung von TV-Sendungen zu der Zeit, in der sie ausgestrahlt werden, noch nicht aus der Mode: 82 % der Bevölkerung ab 14 Jahren schalten es mindestens einmal pro Woche ein. Doch machen die Zuschauer immer häufiger auch von alternativen Möglichkeiten des Bewegtbildkonsums Gebrauch. Mit Video-on-Demand lösen sie sich von den vorgegebenen Sendezeiten der Fernsehveranstalter und folgen ihren eigenen zeitlichen Vorlieben und Gelegenheiten. Gleichzeitig bringen sie neben dem Fernsehapparat im Wohnzimmer noch andere Geräte wie Computer, Laptops und Smartphones ins Spiel und sind damit auch nicht mehr nur an einen Ort gebunden.  

Bei der Bereitstellung von Programmen zur zeitlich unabhängigen Nutzung helfen die etablierten Fernsehsender mit, indem sie Teile ihres Programms für den individuellen Abruf per Internet in Mediatheken verfügbar halten. Nicht wenige Zuschauer zeichnen auch laufende Fernsehsendungen auf, um sie später zu einem passenden Zeitpunkt ansehen zu können. Daneben gibt es online ein breites Angebot an Videoportalen und Streamingdiensten wie Youtube, Amazon Prime Video, Netflix und den Sportanbieter DAZN. Deren Inhalte sind in der Regel kostenpflichtig, sei es auf Einzelabruf oder im Abonnement. Sie stoßen vor allem bei den jüngeren Zuschauern auf lebhaften Zuspruch.

Wie eine Umfrage für die ARD/ZDF-Studie Massenkommunikation Trends 2019 ergab, ist unabhängig vom Alter praktisch die gesamte Bevölkerung am Konsum bewegter Bilder interessiert. Die laufenden Fernsehsendungen sind aber vor allem bei den älteren Zuschauern (ab 50 Jahren) gefragt, während von den 14- bis 29-Jährigen nur noch 60 % innerhalb einer Woche das laufende Programm einschalten. Für sie steht der Bewegtbildkonsum übers Internet, das heißt die zeitunabhängige, nichtlineare Nutzung, bereits eindeutig im Vordergrund: 94 % nutzten diesen Zugangsweg 2019 wöchentlich mindestens einmal. Auch beim Abruf bewegter Bilder vom Festplattenrekorder oder von DVD und Blu-ray liegt die jüngste Altersgruppe vorn. Dagegen können die Senioren (ab 70 Jahren) dem Internet als Quelle für Videoinhalte  bislang noch kaum etwas abgewinnen. Sie halten sich ans klassische lineare Fernsehprogramm. Nur 13 % dieses Alters gehen wöchentlich ins Internet, um Filme und andere Bewegtbildangebote zu sehen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 05/2020
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