Studienerfolg

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Infografik Nr. 506181

Studienerfolg

In Deutschland erwirbt derzeit mehr als jeder zweite Schulabsolvent die Berechtigung, sich für ein Studium einzuschreiben. Von dieser Möglichkeit machen die meisten auch ...

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Studienerfolg

In Deutschland erwirbt derzeit mehr als jeder zweite Schulabsolvent die Berechtigung, sich für ein Studium einzuschreiben. Von dieser Möglichkeit machen die meisten auch tatsächlich Gebrauch. Bedingt durch die Sondereffekte der Schulzeitverkürzung in einigen Bundesländern (G8) und des Wegfalls der Wehrpflicht begann 2010-2013 sogar rund die Hälfte der jungen Männer und Frauen im entsprechenden Alter ein Studium an einer Hochschule oder Fachhochschule. Das Ziel des Bund-Länder-Bildungsgipfels von 2008, die Studienanfängerquote auf 40 % eines Jahrgangs zu steigern, wurde damit deutlich übertroffen. Eine hohe Studienanfängerquote ist allerdings nur Vorbedingung für das weitergehende Ziel, den wachsenden Bedarf an akademisch ausgebildeten Nachwuchskräften zu decken. Die EU will bis 2020 erreichen, dass 40 % eines Jahrgangs einen Hochschulabschluss erwerben. Dies setzt voraus, dass die große Mehrheit der Studienanfänger den gewählten Bildungsgang mit Erfolg durchläuft. Hohe Abbruchquoten, seien sie durch die Anforderungen des Studienfaches, durch unzureichende Studienbedingungen, durch finanzielle Sorgen oder persönliche Einschränkungen hervorgerufen, stehen diesem Ziel im Weg.

Seit 2002 nimmt die HIS Hochschul-Informations-System GmbH das Ausmaß des Studienabbruchs an den Hochschulen und in einzelnen Fächergruppen regelmäßig unter die Lupe, um mögliche Schwachpunkte im akademischen Ausbildungssystem aufzudecken. Das Statistische Bundesamt ermittelt umgekehrt die Erfolgsquote der Studierenden, die in einem bestimmten Jahr ihr Studium aufgenommen haben. Dabei bleibt außer Betracht, wie lange das Studium gedauert hat und mit welcher Note es abgeschlossen wurde. Wie aus den so gewonnenen Zahlen hervorgeht, beendeten von den Studienanfängern des Jahres 2004 insgesamt 76 % ihr Studium bis zum Prüfungsjahr 2012 erfolgreich. Die Erfolgsquote der Studentinnen war dabei mit fast 80 % deutlich höher als die ihrer männlichen Kommilitonen (72 %). Und während an den Universitäten 73 % der Studierenden ihre Abschlussprüfungen bestanden, waren es an den Fachhochschulen nahezu 81 %.

Die Erfolgsquoten der einzelnen Fächergruppen weichen zum Teil stark voneinander ab. Besonders hoch sind sie offenbar in Fächern, in denen bei Studienbeginn bereits eine Vorauslese nach Eignung stattfindet (Medizin, Sport, Kunst). Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer, die Ingenieurwissenschaften und die Sprach- und Kulturwissenschaften weisen dagegen unterdurchschnittliche Erfolgsquoten auf. Hohe Anforderungen, aber auch fehlende Orientierung im Studium kommen als Ursachen dafür in Betracht.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 07/2014
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