Mediennutzung

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Infografik Nr. 530060

Mediennutzung

Wie sehr die Medien den Alltag der Deutschen bestimmen und welchen Raum sie in der Freizeitgestaltung einnehmen, zeigen Umfragen im Rahmen der ARD/ZDF-Langzeitstudie ...

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Mediennutzung

Wie sehr die Medien den Alltag der Deutschen bestimmen und welchen Raum sie in der Freizeitgestaltung einnehmen, zeigen Umfragen im Rahmen der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation, zuletzt aus dem Jahr 2015. Danach ist das Fernsehen unverändert die beliebteste Freizeitbeschäftigung: An einem durchschnittlichen Wochentag erreicht dieses Medium 80 % aller Befragten (ab 14 Jahren). Ein nahezu allgegenwärtiges Unterhaltungs- und Informationsmedium ist auch das Radio, das täglich 74 % der Befragten hören. Der Stellenwert, den die Medien in unserer Gesellschaft besitzen, wird besonders bei einem Vergleich mit sonstigen Freizeitaktivitäten deutlich. So gehen laut einer anderen Erhebung nur 9 % der Befragten mehrmals in der Woche aus (Kneipenbesuch/Disco); 19 % beschäftigen sich öfter mit Basteln oder Heimwerken; 47 % halten sich mit sportlichen Aktivitäten fit.

Eine starke Konkurrenz erwächst den klassischen Medien aus dem Einzug des Computers in den privaten Alltag, insbesondere aus der Nutzung des Internets. Das Internet dient als Plattform für den Zugang zu den unterschiedlichsten Nutzinhalten – Nachrichten, Musik, Videos, Texten oder Spielen – und zur Kommunikation mit anderen Teilnehmern (z.B. per E-Mail, WhatsApp oder über die sozialen Netzwerke). 2015 wurde es pro Tag im Durchschnitt schon von 46 % der Befragten aller Altersgruppen aufgerufen. Festzustellen ist auch eine steigende Tendenz zur mobilen Internetnutzung: Ging 2012 erst jeder vierte Internet-Nutzer auch unterwegs online, so war es 2014 bereits jeder zweite.

Addiert man die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer der Medien, so ergibt sich die Summe von 566 Minuten, d.h. von mehr als 9,5 Stunden. Auch wenn man berücksichtigt, dass manche Medien parallel genutzt werden können, entfällt so ein erstaunlich hoher Anteil des täglichen Zeitbudgets auf den Umgang mit Medien. Der Schwerpunkt liegt auf dem Fernsehen mit einer Nutzungsdauer von 208 Minuten – vor dem Hörfunk (173 Minuten) und dem Internet (107 Minuten). Auf das Zeitungslesen werden im Durchschnitt 23 Minuten pro Tag verwandt, auf Bücher 19 Minuten. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen liegt allerdings das Internet mit 187 Minuten in weitem Abstand an der Spitze.

Angesichts der immer stärkeren medialen Durchdringung des Alltags wächst die Bedeutung von Medienkompetenz als wichtiger Qualifikation, gerade für Kinder und Jugendliche. Diese umfasst nicht nur das technische Wissen um die Nutzung der (neuen) Medien, sondern auch die Fähigkeit, reflektiert und kritisch mit ihnen umzugehen. Mit der Vermittlung solcher Kompetenzen befasst sich die Medienpädagogik.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2015
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