Elitehochschulen

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Infografik Nr. 506030

Elitehochschulen

Im deutschen Hochschulsystem herrschte lange die Auffassung vor, alle Universitäten seien prinzipiell gleichwertig. Diesen Konsens durchbrach die damalige Bundeswisse ...

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Elitehochschulen

Im deutschen Hochschulsystem herrschte lange die Auffassung vor, alle Universitäten seien prinzipiell gleichwertig. Diesen Konsens durchbrach die damalige Bundeswissenschaftsministerin Bulmahn 2004 mit dem Vorschlag, in einem Wettbewerb die Universitäten mit den klügsten Köpfen und der größten internationalen Strahlkraft zu ermitteln. 2005 ging daraus die gemeinsam von Bund und Ländern getragene Exzellenzinitiative hervor, in deren Rahmen sich die forschungsstärksten Universitäten um zusätzliche Fördergelder in Milliardenhöhe bewerben konnten. Ziel der Initiative war es, den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und „Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen“.

In der ersten Phase der Exzellenzinitiative (2006-2011) stellten Bund und Länder 1,9 Mrd € für die Förderung der universitären Spitzenforschung bereit. In der zweiten, abschließenden Phase (2012-2017) steigt das Fördervolumen auf 2,7 Mrd €. Diese Mittel verteilen sich auf drei Förderlinien: • Graduiertenschulen, an denen Nachwuchswissenschaftler in einem herausragenden Forschungsumfeld herangebildet werden; • Exzellenzcluster als international sichtbare und konkurrenzfähige Schwerpunkte der Forschung und der wissenschaftlichen Ausbildung; und schließlich • Zukunftskonzepte zur Stärkung der Spitzenstellung einer Universität. Hochschulen, die in dieser Kategorie antraten, mussten herausragende Leistungen in mehreren Wissenschaftsbereichen nachweisen und eine Gesamtstrategie vorlegen, mit der sie ihren Rang als Eliteuniversität unterstreichen und festigen wollten.

Die Entscheidungen der ersten Phase fielen 2006 und 2007. Dabei wurden neun Eliteuniversitäten, 37 Exzellenzcluster und 39 Graduiertenschulen ausgewählt. Diese konnten sich für die zweite, 2012 beginnende Phase mit Fortsetzungsanträgen bewerben; zugleich erhielten die übrigen Hochschulen und Forschungsbereiche eine neue Chance, ihre Konzepte zu präsentieren. Im Juni 2012 traf der Bewilligungsausschuss, der sich aus Vertretern der Wissenschaft und aus den Wissenschaftsministern des Bundes und der Länder zusammensetzt, seine Auswahlentscheidung: Die Zahl der Eliteuniversitäten stieg auf elf (Tübingen, Köln, Bremen, die TU Dresden und die HU Berlin kamen neu hinzu, während die Universitäten Freiburg und Göttingen sowie das Karlsruher Institut für Technologie diesen Status einbüßten). Daneben wurden 45 Graduiertenschulen und 43 Exzellenzcluster von insgesamt 39 Universitäten in die Spitzenförderung aufgenommen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 06/2012
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