Die Welt-Energievorräte

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Die Welt-Energievorräte

Seit der Ölkrise von 1973 hat sich der globale Energiebedarf mehr als verdoppelt. In den Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach Energieroh ...

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Die Welt-Energievorräte

Seit der Ölkrise von 1973 hat sich der globale Energiebedarf mehr als verdoppelt. In den Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach Energierohstoffen in raschem Tempo und auch in den Industrieländern nimmt der Energieverbrauch tendenziell noch zu. Die Versorgung mit Energie bleibt deshalb eines der beherrschenden Zukunftsthemen der Weltwirtschaft und der Weltpolitik. Da die erneuerbaren Energien vorerst nur einen Teil (2013: 19 %) des Endenergieverbrauchs decken, steht die Nutzung der auf der Erde vorhandenen fossilen und nuklearen Energierohstoffe weiterhin im Vordergrund.

Aber wie groß sind diese Vorräte überhaupt? Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) kommt in Berechnungen für das Jahr 2014 zu dem Ergebnis, dass auf unserem Planeten Energiereserven von rund 1295 Mrd Tonnen Steinkohleneinheiten (t SKE) oder 37935 Exajoule lagern. Beim gegenwärtigen Jahresverbrauch würden sie rechnerisch für etwa 70 Jahre reichen. Reserven sind Energievorräte, die unter den heutigen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen und beim derzeitigen geologischen Kenntnisstand gewonnen werden können. Mit 705 Mrd t SKE macht die Kohle (Steinkohle, Braunkohle) gut die Hälfte der vorhandenen Reserven aus. Der Anteil des Erdöls wird auf rund 244 Mrd t SKE veranschlagt. Hinzu kommen 68 Mrd t SKE aus Ölschiefer-, Ölsand- und Schwerstöl-Lagerstätten. Die Erdgasreserven beziffern sich auf 257 Mrd t SKE. Mit weiteren 21 Mrd t SKE gehen schließlich die Kernbrennstoffe (Uran, Thorium) in die Bestandsaufnahme ein.

Weit umfangreicher als die aus heutiger Sicht verfügbaren Reserven sind die geschätzten Energieressourcen. Dabei handelt es sich um Energieschätze, die noch nicht entdeckt, aber geologisch möglich sind oder deren Förderung sich erst bei höheren Energiepreisen lohnt. Sie werden in der BGR-Studie auf rund 18830 Mrd t SKE oder 552000 Exajoule veranschlagt. Davon entfallen allein 16744 Mrd t SKE auf die Kohle, während von den konventionell geförderten Kohlenwasserstoffen – Erdöl und Erdgas – ein zusätzlicher Beitrag von 233 bzw. 415 Mrd t SKE erwartet wird. Aus Ölschiefer, Ölsanden usw. ließe sich weiteres Öl in einer Größenordnung von 402 Mrd t SKE gewinnen. Ein größeres Potenzial (von schätzungsweise 697 Mrd t SKE) steckt in den „unkonventionellen“ Erdgasvorkommen. Dabei handelt es sich um Methan aus Kohlelagerstätten und Schiefergestein, aus Gashydraten, wie sie in Permafrostgebieten und am Meeresgrund vorkommen, und aus gasgesättigten Grundwasserleitern. Bei den Kernbrennstoffen werden die zusätzlichen Ressourcen auf etwa 338 Mrd t SKE geschätzt.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2016
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