Die Ölquellen der Welt

Die Ölquellen der Welt

Infografik Nr. 647114

Erdölförderung der Welt

Um den Energiehunger der westlichen Industriegesellschaften zu stillen, wurde die Rohölförderung zwischen 1960 und 1980 annähernd verdreifacht. Unter dem Eindru ...

Verfügbare Produktformate:

Erdölförderung der Welt Um den Energiehunger der westlichen Industriegesellschaften zu... mehr
Mehr Details zu "Die Ölquellen der Welt"

Erdölförderung der Welt

Um den Energiehunger der westlichen Industriegesellschaften zu stillen, wurde die Rohölförderung zwischen 1960 und 1980 annähernd verdreifacht. Unter dem Eindruck der Ölpreisschocks von 1973/74 und 1979/80 und wegen des Zusammenbruchs des staatssozialistischen Systems in Osteuropa blieben Nachfrage und Förderung dann bis Mitte der 1990er Jahre jedoch stabil. Danach stiegen Ölförderung und -verbrauch wieder an – diesmal getrieben durch das rasche Wachstum der Schwellenländer und den bis zur Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09 noch immer zunehmenden Energiebedarf der USA. Mit dieser Entwicklung ging ein massiver Anstieg der Ölpreise einher. Der Spotpreis für Brent-Öl, der 1998 unter 10 US-$ je Barrel (159 Liter) abgerutscht war, erreichte am 3.7.2008 die Rekordmarke von 145,66 $ je Barrel, doch bedeutete dies zugleich einen neuen Wendepunkt. In den meisten Industrieländern war der Gipfel des Ölverbrauchs nämlich bereits überschritten, das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich ab. Da die Rohölförderung nach einem Rücksetzer im Jahr 2009 aber weiter zunahm, geriet der Ölpreis wieder unter Druck. Entscheidend dafür war das Verhalten Saudi-Arabiens, das seine Produktion noch ausweitete, und die „Ölschiefer-Revolution“, durch die sich die USA vom Welt-Energiemarkt wieder weitgehend unabhängig machten. Obwohl wichtige Ölländer wie Libyen oder Iran als Lieferanten teilweise ausfielen, konnte die weltweite Nachfrage nach Rohöl somit problemlos gedeckt werden.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
s/w-Version: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 10/2015
Zuletzt angesehen