CO2-Emissionen - Die wichtigsten Verursacher

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Ungeachtet aller Warnungen vor den Folgen des Klimawandels steigen die Kohlendioxid-Emissionen weiter an. Nachdem die Emissionen zuletzt annähernd stagnierten, zeichnete sich 2017 eine neuerliche Zunahme ab. Nach Berechnungen und Schätzungen des Global Carbon Project belief sich der gesamte CO2-Ausstoß 2016 auf etwa 40800 Mio Tonnen. Dazu trugen die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas), die Emissionen der Zementindustrie und das Abfackeln von Gasen auf Ölfeldern und in Raffinerien mit etwa 36200 Mio t bei. Weitere 4600 Mio t CO2 wurden durch das Abholzen von Wäldern und sonstige Veränderungen der Landnutzung freigesetzt.

Nimmt man die Zahlen der BP Statistical Review of World Energy als Grundlage, so stiegen die CO2-Emissionen allein aus der Verbrennung fossiler Energieträger zwischen 1990 und 2016 weltweit um 62 % auf 33400 Mio t. Dahinter verbergen sich aber gegensätzliche Entwicklungen verschiedener Ländergruppen. So schrumpfte der CO2-Ausstoß der GUS-Staaten in diesem Zeitraum um 39 % und in den heute zur EU gehörenden Staaten um 20 %. Einen großen Anteil daran hatte der Zusammenbruch der Planwirtschaft im Herrschaftsbereich der ehemaligen Sowjetunion, der die Schließung zahlreicher besonders umweltschädlicher Anlagen nach sich zog. In den westlichen Industriestaaten lagen die CO2-Emissionen 2016 um 6 % höher als 1990, doch waren sie mit 12570 Mio t schon deutlich vom Höchststand des Jahres 2007 (13910 Mio t) entfernt. Die USA verzeichneten 2016 einen Ausstoß von 5350 Mio t. Ihre Rolle als weltweit größter CO2-Emittent hatten sie 2006 an die Volksrepublik China abgegeben. Deren Emissionen beliefen sich 2016 auf 9123 Mio t CO2; das entsprach einem Anteil von mehr als einem Viertel des globalen Ausstoßes aus Verbrennungsprozessen. Für eine Trendwende wird also entscheidend sein, dass China seinen CO2-Ausstoß dauerhaft reduziert. Was das Tempo angeht, in dem die CO2-Emissionen innerhalb der letzten zehn Jahre zunahmen, zogen andere Schwellenländer inzwischen allerdings an China (mit einem Anstieg um 3,4 % pro Jahr) vorbei, so unter anderem Vietnam (8,8 %) und Indien (6,1 %).

Vom gesamten CO2-Ausstoß aus menschlichen Aktivitäten sammelt sich etwa die Hälfte in der Atmosphäre an und wird damit klimawirksam (die andere Hälfte wird von den Ozeanen bzw. von CO2-Senken an Land absorbiert). Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) kletterte der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre 2016 auf 403 ppm (parts per million = Zahl der CO2-Moleküle je 1 Million Luftmoleküle). In vorindustrieller Zeit, um 1750, lag die CO2-Konzentration dagegen erst bei 280 ppm.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 12/2017
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