Der Klimawandel

Der Klimawandel

Infografik Nr. 665035

Der wissenschaftliche Kenntnisstand zum Klimawandel und seinen Folgen wird regelmäßig zusammengefasst in den Berichten des Weltklimarates (IPCC), eines 1988 eingerichteten zwischenstaatlichen Gremiums unter dem Dach der UN. Auch der Fünfte Sachstandsbericht des IPCC von 2014 bestätigt den Befund einer globalen Erwärmung. Diese lässt sich anhand instrumenteller Messungen belegen, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts weltweit durchgeführt wurden.

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Der wissenschaftliche Kenntnisstand zum Klimawandel und seinen Folgen wird regelmäßig zusammengefasst in den Berichten des Weltklimarates (IPCC), eines 1988 eingerichteten zwischenstaatlichen Gremiums unter dem Dach der UN. Auch der Fünfte Sachstandsbericht des IPCC von 2014 bestätigt den Befund einer globalen Erwärmung. Diese lässt sich anhand instrumenteller Messungen belegen, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts weltweit durchgeführt wurden. Als wichtige Messgröße dient die gemittelte Temperatur an der gesamten Land- und Meeresoberfläche der Erde. Wie sich zeigt, war die globale Durchschnittstemperatur im Jahrzehnt von 2003 bis 2012 um etwa 0,8°C höher als in dem halben Jahrhundert zwischen 1850 und 1900. Jede der drei Dekaden ab 1983 war wärmer als die jeweils vorangegangene und wärmer als jedes andere Jahrzehnt seit 1850.

Als Begleiterscheinung der globalen Erwärmung wurde unter anderem ein Rückgang der Schnee- und Eismengen beobachtet. In den letzten zwanzig Jahren verloren die Eisdecken Grönlands und der Antarktis an Masse, gingen die Eismengen im Nordpolarmeer zurück und schrumpften die Gletscher fast überall auf der Erde. Zusammen mit der Ausdehnung der Ozeane infolge ihrer Erwärmung ist das Abschmelzen der Schnee- und Eismassen wahrscheinlich auch die Hauptursache für den Anstieg des Meeresspiegels. Von 1901 bis 2010 kletterte er im globalen Durchschnitt um 19 cm. Das Tempo des Anstiegs war seit der Mitte des 19. Jahrhunderts höher als die mittlere Geschwindigkeit in den beiden vorherigen Jahrtausenden. Seit etwa 1950 wurden zudem Veränderungen bei einigen extremen Wetter- und Klimaereignissen beobachtet, darunter ein Rückgang sehr kalter Temperaturperioden, eine Zunahme von Hitzewellen sowie eine Häufung sehr starker Niederschläge in einigen Regionen.

Der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel ist eindeutig belegt. Laut IPCC stellt der vom Menschen verursachte Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre mit „äußerster Wahrscheinlichkeit“ die Hauptursache der Erwärmung ab 1950 dar. Die zukünftige Entwicklung des Klimawandels hängt damit auch von Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen ab. Bei unverminderten Emissionen könnte die globale Durchschnittstemperatur um bis zu 5,4°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau steigen. Mit strikten Klimaschutzmaßnahmen wäre es möglich, die weitere Erwärmung auf 0,9°C zu begrenzen; ganz aufhalten lässt sie sich allerdings nicht. Um das Zwei-Grad-Ziel der UN zu erreichen, müssten die weltweiten Emissionen bis 2100 halbiert und danach auf nahe Null reduziert werden.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2018
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