Klimagas CO2

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Infografik Nr. 665042

Klimagas CO2

An der Erdoberfläche herrschen heute eindeutig höhere Durchschnittstemperaturen als in vorindustrieller Zeit (vor 1750). Diese Veränderung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ...

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Klimagas CO2

An der Erdoberfläche herrschen heute eindeutig höhere Durchschnittstemperaturen als in vorindustrieller Zeit (vor 1750). Diese Veränderung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen, und zwar in erster Linie auf den Ausstoß so genannter Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) oder Methan (CH4). Mit dem Klimawandel, der dadurch ausgelöst wurde, wächst das Risiko extremer Wetterlagen (Hitzewellen, Trockenheit, Stürme, sintflutartige Regenfälle); die Schnee- und Eisbedeckung der Erde geht zurück und der Meeresspiegel steigt allmählich an. Auswirkungen auf die Ökosysteme bleiben nicht aus. So verschieben sich die Verbreitungsgebiete von Tieren und Pflanzen; viele Arten sind vom Aussterben bedroht; die Wälder leiden unter Bränden und vermehrtem Schädlingsbefall. Auch auf die menschliche Gesundheit wirkt sich der Klimawandel aus.

Im Rahmen der globalen Klimaschutzpolitik wird seit den frühen 1990er Jahren nach Wegen gesucht, die Klimaveränderungen in beherrschbaren Grenzen zu halten. Im Kyoto-Protokoll verpflichteten sich die Industriestaaten, ihre Treibhausgas-Emissionen 2008-2012 um 5% unter den Stand von 1990 zu senken. Die USA als damals größter Emittent sowie später Kanada stiegen aber aus der Vereinbarung aus. An der Verlängerung des Kyoto-Protokolls (2013-2020) nehmen auch Japan, Russland und Neuseeland nicht mehr teil. Die weiterhin beteiligten Industriestaaten decken zusammen weniger als 15% der weltweiten Emissionen ab. Auf die Schwellen- und Entwicklungsländer, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls nicht zur Emissionsminderung verpflichtet sind, entfallen knapp 60% des Treibhausgasausstoßes. Für 2015 ist der Abschluss eines Welt-Klimaabkommens geplant, das alle Staaten einschließlich der großen Schwellenländer zur Senkung der Emissionen verpflichtet. Es soll 2020 in Kraft treten.

Noch zeigt der weltweite CO2-Ausstoß einen steigenden Trend. Den stärksten Anstieg verzeichneten nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) die Schwellenländer Asiens – allen voran China, dessen Emissionen seit 1990 um rund 250% zunahmen. Insgesamt wurden im Jahr 2011 über 31000 Mio Tonnen CO2 aus Verbrennungsprozessen an die Atmosphäre abgegeben. Von diesen energiebedingten Emissionen entfielen allein 8000 Mio t (26%) auf China, 5287 Mio t (17%) auf die USA und 3562 Mio t (11%) auf die EU. Schätzungen des niederländischen Umweltforschungsamts PBL, die auch die Emissionen aus der Zement- und Metallproduktion einbeziehen, kommen für 2012 auf einen CO2-Gesamtausstoß von 34500 Mio t und einen Anteil Chinas von 9900 Mio t (29%).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 01/2014
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