Devisenhandel

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Infografik Nr. 625123

Devisenhandel

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Devisenhandel

Am Devisenmarkt wird mit ausländischen Währungen gehandelt: Banken, Unternehmen oder Einzelpersonen können dort frei handelbare Währungen kaufen oder verkaufen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Devisenkassageschäften, die innerhalb von zwei Werktagen abgewickelt werden, und Devisentermingeschäften, bei denen die Transaktion zum vereinbarten Kurs in einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Termingeschäfte dienen zur Absicherung von Außenhandelsgeschäften und Kapitalanlagen gegen Kursrisiken. Als Spekulation bezeichnet man Devisengeschäfte, die allein in der Hoffnung abgeschlossen werden, von der unsicheren künftigen Kursentwicklung zu profitieren.

Die im internationalen Devisenhandel umgewälzten Beträge sprengen den Rahmen des Vorstellbaren. Wie die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) berichtet, verzeichneten die Devisenmärkte im April 2013 einen Umsatz von rund 5345 Mrd US-Dollar pro Tag. Die BIZ nimmt alle drei Jahre eine Bestandsaufnahme des Devisenhandels vor, in die alle wichtigen Finanzzentren einbezogen sind. Ihren Angaben zufolge hat sich der Tagesumsatz im Devisenhandel 2001-2013 mehr als vervierfacht. Allein zwischen 2004 und 2007 nahm er um 70% zu; 2007 bis 2013 wuchs er um weitere 60%. Im letztgenannten Zeitabschnitt beruhte das Wachstum nicht zuletzt auf der Ausweitung des elektronischen Handels, und zwar speziell des „algorithmischen Handels“, bei dem Computer nach programmierten Vorgaben selbsttätig Aufträge erteilen. So macht sich der sogenannte Hochfrequenzhandel winzigste Preisunterschiede an den Devisenmärkten zunutze, indem er in schneller Folge kleinere Devisengeschäfte auslöst.

Mit Abstand wichtigste Tauschwährung im Devisenhandel ist der US-Dollar, der 2013 allein an 87% aller Devisenumsätze weltweit beteiligt war. Am häufigsten bildete er ein Tauschpaar mit dem Euro (24% der Umsätze); zum Zeitpunkt der Erhebung wurde er aber verstärkt auch gegen Yen (18%) getauscht. Die Währung mit dem zweitgrößten Tauschvolumen war der Euro. Infolge der Euro-Krise lag sein Anteil an den globalen Devisentransaktionen mit 33% jedoch um sechs Prozentpunkte niedriger als 2010. Währungen aufstrebender Volkswirtschaften wie China oder Mexiko waren in zunehmendem Maß in Devisenumsätze involviert.

Traditionell wichtigster Devisenhandelsplatz ist Großbritannien (London), wo im Berichtsmonat des Jahres 2013 allein mehr als ein Drittel (41%) der weltweiten Tauschumsätze abgewickelt wurden; es folgten die USA (19%) vor Singapur, Japan (je 6%) und Hongkong (4%).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 01/2014
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