Exporte 1953-2017 - Anteile der Weltregionen

Exporte 1953-2017 - Anteile der Weltregionen

Infografik Nr. 681138

Der Welthandel mit Waren — vom Rohstoff bis zum industriellen Fertigprodukt — hat sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts sprunghaft ausgeweitet. Dabei verschoben sich die geographischen Schwerpunkte des Welthandels in dem Maße, wie sich die einzelnen Kontinente und Regionen dem internationalen Wettbewerb öffneten und sich mit ihren Gütern auf dem Weltmarkt durchsetzten.

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Der Welthandel mit Waren — vom Rohstoff bis zum industriellen Fertigprodukt — hat sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts sprunghaft ausgeweitet. Dabei verschoben sich die geographischen Schwerpunkte des Welthandels in dem Maße, wie sich die einzelnen Kontinente und Regionen dem internationalen Wettbewerb öffneten und sich mit ihren Gütern auf dem Weltmarkt durchsetzten. Über den gesamten Zeitraum war Europa, an den Ausfuhrwerten gemessen, die Weltregion mit den größten Exportanteilen. Der hohe industrielle Entwicklungsstand zahlreicher europäischer Länder und der intensive Warenaustausch innerhalb des Kontinents trugen zu dieser Vorrangstellung bei.

Anfang der 1950er Jahre, als Europa sich noch kaum aus den Trümmern des Weltkriegs erhoben hatte, erholte sich die Exportwirtschaft aber erst allmählich wieder, sodass Nordamerika — mit den USA als führender Wirtschaftsmacht — 1953 allein fast ein Viertel des Weltexports bestritt. Zwanzig Jahre später demonstrierten die europäischen Industriestaaten nach einer Zeit des Neuaufbaus und der Modernisierung ihre Ausfuhrstärke. Die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft mit der Abschaffung der Zölle zwischen ihren Mitgliedern hatte dem gegenseitigen Warenaustausch starke Impulse verliehen und auch der transatlantische Handel blühte. Am Vorabend der ersten Ölkrise, 1973, entfiel auf Europa mehr als die Hälfte des grenzüberschreitenden Warenhandels. In Ostasien wuchs mit dem industriellen Aufstieg Japans aber ein überaus dynamischer und leistungsstarker Konkurrent und Partner heran. Wiederum zwanzig Jahre später, 1993, hatten sich die Gewichte in der Weltwirtschaft erneut deutlich verschoben. Der asiatische Kontinent stellte inzwischen mehr als ein Viertel des globalen Warenexports. Neben der reifen Industriemacht Japan trugen dazu nun auch die neuen Schwellenländer Ostasiens bei. Demgegenüber büßte Europa, nicht zuletzt wegen der Verwerfungen in den osteuropäischen Volkswirtschaften nach dem Zusammenbruch des staatssozialistischen Systems, an Weltmarktanteilen ein. Der Exportbeitrag Russlands schrumpfte dramatisch. Afrika und Südamerika konnten mit der Dynamik des globalen Güteraustauschs nicht mithalten und verloren weiter an Boden.

2017 schließlich lag Asien schon nahezu gleichauf mit Europa. Der Welthandel stand ganz im Zeichen des neuen Exportriesen China, auf den allein ein Achtel (12,8 %) der globalen Exporte entfiel. Die Exportanteile Afrikas und Südamerikas blieben niedrig; dagegen kamen die rohölexportierenden Regionen (Naher Osten und Russland/GUS) mit dem Anstieg der Ölpreise wieder stärker zum Zug.

Reihe: 53
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Ausgabe: 02/2019
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