Globale Wettbewerbsfähigkeit

Globale Wettbewerbsfähigkeit

Infografik Nr. 632137

Der vom WEF 2018 neu konzipierte Index der globalen Wettbewerbsfähigkeit versteht sich in erster Linie als Mittel zur Standortbestimmung für die einzelnen Staaten. Er stützt sich auf 98 Indikatoren aus zwölf Bereichen, die für die langfristige Entwicklung im Zeitalter der digitalen Revolution von Bedeutung sind.

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Warum sind manche Länder erfolgreicher als andere, wenn es darum geht, ihr wirtschaftliches Potenzial auszuschöpfen, ihre Produktivität zu steigern und dadurch letztlich die Lebensverhältnisse ihrer Menschen zu verbessern? Mit dieser Frage befasst sich der vom World Economic Forum (WEF) herausgegebene Bericht über die globale Wettbewerbsfähigkeit. Die ihm zugrundeliegende Argumentationskette besagt, dass ein Anstieg der Produktivität ein stärkeres Wirtschaftswachstum, steigende Einkommen und damit einen höheren Lebensstandard ermöglicht, der seinerseits wieder die Grundlage der weiteren gesellschaftlichen Entwicklung bildet. Es geht ihm also nicht um Produktivität und Wachstum um ihrer selbst willen, sondern um die zentrale Rolle, die sie für die menschliche Entwicklung spielen. Auf diesen Zusammenhang baut auch die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, wenn sie als eines von 17 Zielen nachhaltiger Entwicklung ein „dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ anstrebt. 

Wird die Steigerung der Produktivität als Mittel der sozioökonomischen Entwicklung eines Landes gesehen, tritt die Konkurrenz zwischen den Nationen in den Hintergrund. Jedes Land, das produktiver arbeitet und schneller wächst als zuvor, zieht daraus für sich Gewinn, ganz gleichgültig, auf welcher Stufe der Entwicklung es sich befindet. Und kein anderes Land muss dadurch verlieren.

Der vom WEF 2018 neu konzipierte Index der globalen Wettbewerbsfähigkeit versteht sich in erster Linie als Mittel zur Standortbestimmung für die einzelnen Staaten. Er stützt sich auf 98 Indikatoren aus zwölf Bereichen, die für die langfristige Entwicklung im Zeitalter der digitalen Revolution von Bedeutung sind. Dazu gehören die Institutionen im Staats- und Wirtschaftsleben, von denen jede Höherentwicklung abhängt (z.B. Rechtssicherheit, Pressefreiheit, Konfliktregelung), aber auch die materielle Infrastruktur (Verkehrswege, Strom- und Wasserversorgung, Flugverbindungen) und der Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnik. Ausbildungsstand und Gesundheit der Bevölkerung werden ebenso einbezogen wie die Situation der Produkt- und Arbeitsmärkte und das Finanzsystem. Und schließlich die Anpassungsfähigkeit und Beweglichkeit der Unternehmen und die Fähigkeit zu Innovationen.

Die aus all diesen Elementen gewonnenen Indexwerte zeigen an, wo sich ein Land auf einer Skala zwischen 0 und 100 einordnet, wo es in einzelnen Bereichen schon weiter vorn liegt und wo noch großer Nachholbedarf besteht. Im Länder-Vergleich standen die USA 2018 mit 85,6 Punkten an erster Stelle. Deutschland (82,8) nahm den dritten Rang ein. Im Bereich Innovationsfähigkeit führte es aber die Rangliste an.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2019
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