Tee - Getränk der Welt

Tee - Getränk der Welt

Infografik Nr. 678114

Tee ist nach Wasser das wohl am häufigsten konsumierte Getränk weltweit. In China fand er unter der Tang-Dynastie (7.-10. Jh.) allgemeine Verbreitung. Von dort aus wurde er durch buddhistische Mönche in Japan eingeführt. Nach Europa kam der Tee im Zuge der frühneuzeitlichen Entdeckungsreisen‚ entwickelte sich dort aber erst im 19. Jahrhundert zu einem Volksgetränk.

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Tee ist nach Wasser das wohl am häufigsten konsumierte Getränk weltweit. In China fand er unter der Tang-Dynastie (7.-10. Jh.) allgemeine Verbreitung. Von dort aus wurde er durch buddhistische Mönche in Japan eingeführt. Nach Europa kam der Tee im Zuge der frühneuzeitlichen Entdeckungsreisen‚ entwickelte sich dort aber erst im 19. Jahrhundert zu einem Volksgetränk. Seine heutige Bedeutung spiegelt sich wider in den Wachstumsraten von Produktion und Konsum: Nach Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) versechsfachte sich die Weltproduktion von Tee seit Beginn der 1960er Jahre. 2016 wurden nahezu 6 Millionen Tonnen Tee erzeugt. Der überwiegende Teil der Produktion verbleibt in den Erzeugerländern und dient dem Eigenverbrauch. Etwa ein Viertel gelangt auf den Weltmarkt – für die Tee exportierenden Entwicklungsländer ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Die größten Tee-Erzeuger sind China und Indien – mit weitem Abstand vor Kenia und Sri Lanka. 2016 stammten 7% der Weltproduktion aus diesen vier Ländern. China kam mit 2‚4 Mio t auf einen Anteil von 41%‚ Indien trug weitere 40% zur Gesamtproduktion bei. Als Tee-Exportländer lagen hingegen lange Kenia und Sri Lanka vorn‚ doch hat China sie mittlerweile überholt. Während China aber nur knapp 14% seiner Produktion ins Ausland verkauft‚ sind Sri Lanka und Kenia viel stärker von den Entwicklungen auf dem Weltmarkt abhängig: Sri Lanka exportiert 82% und Kenia 62% der Tee-Ernte‚ und mit den Einnahmen aus dem Teehandel finanzieren beide Länder einen Großteil ihrer Nahrungsmittelimporte.

Die Hauptabnehmer für Tee finden sich vorwiegend in den Industrienationen‚ aber auch in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens‚ Zentralasiens und Nordafrikas. An der Spitze der Tee-Importeure stand 2016 Pakistan mit knapp 185.000 t vor Russland und den USA. Es folgten Großbritannien‚ die Vereinigten Arabischen Emirate‚ Iran und Marokko. Deutschland führte 57.800 t ein‚ davon wurde aber ein großer Teil wieder exportiert; 32.100 t blieben zum Eigenverbrauch im Land. Unter den Tee-Konsumenten standen China und Indien mit Abstand an der Spitze; gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch liegt jedoch die Türkei (mit rund 4 kg) auf dem ersten Platz‚ vor Libyen und Marokko (jeweils rund 2 kg). Festland-China kam auf knapp 1‚5 kg und Indien auf weniger als 1 kg.

Saisonale‚ wetter- und krisenbedingte Produktionsschwankungen führen auf Grund der knapp gedeckten Nachfrage zu deutlichen Preissprüngen. Laut Preisindex der FAO kostete ein Kilogramm Tee 2017 im Schnitt etwas mehr als 3‚00 US-$.

Reihe: 53
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Ausgabe: 10/2018
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