Die größten Containerhäfen

Die größten Containerhäfen

Infografik Nr. 682145

In den Containerhäfen der Welt wurden 2018 nach Berechnungen des UNCTAD-Sekretariats rund 793 Mio TEU umgeschlagen. Die Umschlagszahlen erfassen die Be- und Entladevorgänge, auch das Umladen von Containern auf kleinere Feederschiffe. Der Containerumschlag konzentriert sich auf relativ wenige, leistungsfähige Hafenstandorte. So bewältigten die zwanzig größten Containerhäfen 2018 mit 348 Mio TEU rund 44 % der gesamten Verladevorgänge.

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In den Containerhäfen der Welt wurden 2018 nach Berechnungen des UNCTAD-Sekretariats rund 793 Mio TEU umgeschlagen. Trotz der Ungewissheit auf Grund des beginnenden amerikanisch-chinesischen Handelskonflikts und der allmählichen Eintrübung der Weltkonjunktur setzte sich der seit 2010 anhaltende Aufwärtstrend damit noch einmal fort. Die Umschlagszahlen erfassen die Be- und Entladevorgänge, auch das Umladen von Containern auf kleinere Feederschiffe. Sie sind weit höher als die Zahl der vom Ausgangs- zum Zielort transportierten Container (2018: rund 152 Mio TEU). Gemessen wird in TEU = Twentyfoot Equivalent Unit, einer Einheit, die einem 20-Fuß-Standardcontainer entspricht.

Vom Gesamtumschlag der Containerhäfen weltweit entfielen zwei Drittel (64%) auf Häfen in Asien. Darin spiegelt sich die zentrale Rolle vor allem Ostasiens für den Welthandel und den Seegüterverkehr. Die Häfen Chinas wickelten allein rund die Hälfte des Containerumschlags ab. Dagegen entfielen „nur“ 16 % der Hafenaktivitäten auf Europa und 8 % auf Nordamerika. Südamerika und die Karibik kamen auf einen Anteil von 7 %, Afrika auf 4 %, Ozeanien auf knapp 2 %. Im Großen und Ganzen, so UNCTAD, entspricht dies der Gewichtsverteilung in den globalen Produktionsnetzen und Lieferketten.

Der Containerumschlag konzentriert sich auf relativ wenige, leistungsfähige Hafenstandorte. So bewältigten die zwanzig größten Containerhäfen 2018 mit 348 Mio TEU rund 44 % der gesamten Verladevorgänge. Als bis dahin umschlagstärkstes Containerterminal wurde Singapur 2010 durch Shanghai abgelöst, das auch 2018 mit 42,0 Mio TEU den ersten Rang einnahm – vor Singapur (36,6 Mio TEU) und drei weiteren chinesischen Häfen: Ningbo-Zhoushan 26,4 Mio TEU), Shenzhen (25,7 Mio TEU) und Guangzhou (21,9 Mio TEU). Während Singapur in erster Linie als Transshipment Hub bedeutend ist, d.h. als Knotenpunkt, der den regionalen Zubringer- und Verteilerverkehr mit den weltumspannenden Routen der großen Containerreedereien verbindet, sind die Häfen an der chinesischen Küste zumeist eng mit dem eigenen Hinterland verbunden und verschiffen dessen Produkte direkt.

Von den europäischen Häfen rangierten 2018 nur drei unter den TOP 20: Rotterdam (mit 14,5 Mio TEU), Antwerpen (11,1 Mio TEU) und Hamburg (8,8 Mio TEU). Während der Umschlag im Hamburger Hafen wie schon seit mehreren Jahren stagnierte, verbuchten Rotterdam und Antwerpen deutliche Zuwächse. Hamburg erhofft sich von der Vertiefung der Elbe und von neuen Liniendiensten großer Reedereien jedoch weiteres Wachstum.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2020
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