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Doping

Zur Steigerung der Leistung im Wettkampfsport greift man nicht erst heute zu Dopingmitteln und -verfahren. Und auch der Kampf gegen das Doping ist nicht neu. Schon 1963 legte der Europarat eine Definition des Dopings vor; 1989 verabschiedete er eine Anti-Doping-Konvention. Aber erst 1999 beschloss die Welt-Doping-Konferenz in Lausanne eine praktisch handhabbare Festlegung, was unter Doping zu verstehen ist. 2003 folgte in Kopenhagen der Beschluss über einen Anti-Doping-Kodex, auf den sich Regierungen und Sportorganisationen der ganzen Welt verpflichteten. Seit 2004 ist die umfassende, 2015 noch einmal ergänzte Doping-Definition der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) maßgebend. Als Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln ist es danach zu werten, wenn in der Urin- oder Blutprobe eines Sportlers ein verbotener Wirkstoff vorhanden ist, wenn ein Sportler eine verbotene Substanz oder eine verbotene Methode anwendet, wenn er die Probenahme umgeht oder pflichtwidrig seinen Aufenthaltsort nicht meldet. Gegen die Regeln handelt aber auch, wer auf die Dopingkontrolle Einfluss nehmen will und wer verbotene Substanzen besitzt oder verabreicht. Dies bezieht sich auch auf Personen im Umfeld des Sportlers.

Eine stets aktuell gehaltene Liste nennt die Mittel und Methoden, die während des Trainings oder im Wettkampf verboten sind. Im Zentrum stehen dabei Substanzen, mit denen die sportliche Leistung gesteigert werden kann: darunter anabole Stoffe und Wachstumshormone zur Förderung des Muskelaufbaus, Stoffe wie EPO, die den Sauerstoffgehalt des Blutes und damit die Ausdauerleistung verbessern, stimulierende Wirkstoffe wie Adrenalin sowie Substanzen, die entzündungshemmend wirken und Schmerzen unterdrücken helfen. Verboten sind auch Stoffe, mit denen der Gebrauch von Dopingmitteln verschleiert werden kann. Bei bestimmten Krankheiten können Sportler jedoch Ausnahmegenehmigungen erhalten.

Erfolge im Kampf gegen das Doping lassen sich nur mit einem wirksamen und lückenlosen Doping-Kontrollsystem erreichen. Dazu gehören unbeeinflusste Probenahmen bei Wettkämpfen und unangekündigte Kontrollen während der Trainingsphasen sowie zuverlässig arbeitende und leistungsfähige Labors. Eine weitere Voraussetzung ist die Kooperationsbereitschaft der jeweiligen Sportfachverbände und staatlichen Stellen. In den von der WADA akkreditierten Labors wurden 2014 weltweit rund 218000 Proben von Sportlern analysiert und dabei 2287 Auffälligkeiten festgestellt. Bei deren Überprüfung bestätigte sich in 1462 Fällen (0,7 %) der Doping-Verdacht. Hinzu kamen 237 sonstige Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln; insgesamt wurden also fast 1700 Doping-Vergehen aufgedeckt.

Seitenanzahl: 1
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2016
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