E-Government im Weltvergleich

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Infografik Nr. 686465

E-Government im Weltvergleich

In Anlehnung an eine Definition der Weltbank bedeutet „E-Government“, dass Regierung und Verwaltung moderne Informationstechnologien (w ...

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E-Government im Weltvergleich

In Anlehnung an eine Definition der Weltbank bedeutet „E-Government“, dass Regierung und Verwaltung moderne Informationstechnologien (wie das Internet) einsetzen und sich dadurch neue Möglichkeiten des Kontakts zu Bürgern und Unternehmen und der Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung ergeben. Diese Möglichkeiten lassen sich zu verschiedenen Zwecken nutzen, sei es, um • die Bevölkerung mit öffentlichen Dienstleistungen zu versorgen, • den Austausch mit der Wirtschaft zu verbessern, • den Bürgern Zugang zu Informationen zu verschaffen oder • die Effizienz des Verwaltungsapparats zu steigern. Dahinter verbirgt sich ein gewaltiges Entwicklungspotenzial: So kann der Ausbau des E-Government nicht nur Zeit und Geld sparen helfen, sondern auch zu mehr Transparenz und demokratischer Teilhabe beitragen und auf diese Weise die wirtschaftliche Entwicklung und die politische Stabilität eines Landes fördern.

Die Vereinten Nationen veröffentlichen alle zwei Jahre einen Bericht über die Fortschritte des E-Government rund um den Globus. Kernstück des Berichts ist ein E-Government-Index, der den jeweiligen Stand der Entwicklung erfasst und einen Vergleich zwischen den einzelnen Ländern ermöglicht. Der Index berechnet sich zu gleichen Teilen aus • Umfang und Qualität des öffentlichen Online-Angebots, • dem Ausbaustand der Infrastruktur (Internet-, Telefon-, Mobilfunknetze; Breitband-Versorgung) und • dem Bildungsniveau der Bevölkerung. Nach diesen Kriterien nahmen Südkorea, die Niederlande und Großbritannien 2012 die Spitzenpositionen beim E-Government ein. Die USA lagen auf Rang 5, Deutschland auf Rang 17. Am unteren Ende der Rangliste befanden sich Niger, Tschad und Somalia, abgesehen von Libyen, Zentralafrika und Guinea, wo staatliche Online-Angebote gänzlich fehlten.

Während Infrastruktur und Bildungsstand weitgehend das allgemeine Entwicklungsniveau eines Landes widerspiegeln, wird das Online-Angebot stärker vom Interesse der jeweiligen Regierung am E-Government geprägt. Südkorea, die USA und Singapur haben hier am meisten zu bieten. Hervorzuheben sind aber auch jene Länder, die – wie Bangladesch oder Äthiopien – auf diesem Gebiet mehr leisten, als ihr allgemeiner Entwicklungsstand erwarten lässt. Beim Online-Angebot lassen sich mehrere Stufen unterscheiden: von einfachen Informationsseiten der Ministerien und Behörden über die Möglichkeit, Steuererklärungen, Anträge oder statistische Meldungen online einzugeben, bis zu interaktiven Funktionen, mit denen die Bürger in den politischen Dialog einbezogen werden können.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 02/2013
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