Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz

Infografik Nr. 685070

Die Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz – KI (engl.: artificial intelligence - AI), ihren Möglichkeiten und Anwendungsbereichen, nimmt vor allem in der industriellen und industrienahen Forschung einen immer breiteren Raum ein. Mit ihr verbinden sich hochfliegende Fortschrittserwartungen, aber auch die Furcht vor ethisch fragwürdigen, nicht mehr umkehrbaren Fehlentwicklungen.

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Die Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz – KI (engl.: artificial intelligence - AI), ihren Möglichkeiten und Anwendungsbereichen, nimmt vor allem in der industriellen und industrienahen Forschung einen immer breiteren Raum ein. Mit ihr verbinden sich hochfliegende Fortschrittserwartungen, aber auch die Furcht vor ethisch fragwürdigen, nicht mehr umkehrbaren Fehlentwicklungen. Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ wurde 1956 von dem amerikanischen Informatiker John McCarthy geprägt. Heute versteht man darunter Computersysteme, die Aufgaben erfüllen können, zu denen eigentlich menschliche Intelligenz erforderlich ist: optisch wahrnehmen und identifizieren, Sprache erkennen und übersetzen, Daten auswerten, Schlussfolgerungen ziehen und Entscheidungen treffen, Informationen verarbeiten und daraus lernen.

Anfang der 1970er Jahre war man noch zuversichtlich, schon bald über Maschinen mit solchen Fähigkeiten verfügen zu können. Aber zum damaligen Zeitpunkt fehlte eine wesentliche Voraussetzung: Computer, die riesige Datenmengen in kürzester Zeit verarbeiten konnten. Einen Schritt nach vorn bedeutete in den 1980er Jahren die Entwicklung sogenannter Expertensysteme, die in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich in der Lage waren, menschliche Entscheidungsprozesse anhand vorgegebener Muster nachzuahmen. Heute sind die Computer wesentlich leistungsfähiger und damit für anspruchsvollere Anforderungen gerüstet. Maschinelles Lernen rückt dadurch als Schlüsseltechnologie in den Vordergrund. Die dabei verwandten Verfahren machen es möglich, dass Computer aus großen Datenmengen Erfahrungen sammeln und auf deren Grundlage immer bessere Empfehlungen abgeben oder Entscheidungen treffen. Auf maschinelles Lernen stützen sich auch „smarte“ Anlagen oder Geräte, die in Netzen zusammengekoppelt sind. Vor allem für die Bild- und Sprachverarbeitung wird Deep Learning eingesetzt, das in vereinfachter Form die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns mit seinem Netz aus Nervenzellen nachzuahmen versucht.

Mittlerweile ist künstliche Intelligenz nicht mehr bloß Thema der Forschung oder spektakulärer Demonstrationen (wie 1997 beim Sieg des IBM-Schachroboters Deep Blue über Weltmeister Garri Kasparow). KI-Technologien werden auf breiter Front erprobt oder bereits in praxistaugliche Anwendungen umgesetzt – sei es in Industrie- oder Servicerobotern, in Fahrassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren, in der Gebäudeüberwachung und -steuerung, bei der Bild- und Videoauswertung, in Sprachassistenten und Dialogsystemen, in der medizinischen Diagnostik oder in Fitnesstrackern für den gesundheitsbewussten Alltag, nicht zuletzt aber auch auf militärischem Gebiet (z.B. durch automatische Drohnen).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 05/2019
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