Das Internet der Dinge

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Infografik Nr. 686471

Wenn Objekte sich vernetzen und "intelligent" werden, spricht man vom Internet der Dinge.

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Das Internet verbindet immer mehr Menschen miteinander, zunehmend vernetzt es aber auch physische Objekte – von Maschinen in der industriellen Produktion bis zu Alltagsgegenständen im privaten Bereich. Dank Mikroelektronik verfügen diese Objekte über künstliche Intelligenz: Mit Sensoren können sie ihre Umwelt „wahrnehmen“, über sogenannte Aktoren interagieren sie mit ihrem Umfeld und mithilfe ihrer Software treffen sie selbstständig Entscheidungen. Über das Internet können die Objekte miteinander kommunizieren. Diese Vernetzung intelligenter Objekte wird mit dem Begriff „Internet der Dinge“ bezeichnet. Als Erfinder des Begriffs gilt der britische IT-Experte Kevin Ashton, der 1999 als Erster von einem „Internet of Things“ (IoT) sprach. Ashton war Mitbegründer eines Forschungszentrums am Massachusetts Institute of Technology, das der Frage nachging, wie sich physische Objekte mittels Mikrochips und digitaler Signale miteinander verbinden lassen. In der Folgezeit bildeten sich die technischen Rahmenbedingungen für das Internet der Dinge aus: Die Rechenleistung stieg, Speicherung und Austausch von Daten wurden durch neue Algorithmen verbessert, Smartphones kamen auf den Markt und fanden wachsende Verbreitung.

Grundlegend für das „Internet der Dinge“ ist keine einzelne Technologie, sondern eine Verknüpfung verschiedener Technologien, die beständig weiterentwickelt werden. Vieles ist noch Zukunftsmusik, doch Wirtschaft und Politik versprechen sich vom „Internet der Dinge“ Wachstumsimpulse und eine Revolutionierung von Konsum und Produktion. Eines der bekanntesten Anwendungsbeispiele im privaten Bereich ist das „Smart Home“: Schon heute lassen sich Rollläden, Heizung, Herd oder Licht per Smartphone fernsteuern, künftig soll etwa der Kühlschrank bemerken, wenn er sich leert, um dann eigenständig im Internet Nachschub zu bestellen. Fitnesstracker messen inzwischen Parameter wie Puls oder Atemfrequenz, aus denen eine App auf dem Smartphone umfangreiche Gesundheitsprofile erstellt. In der Wirtschaft wird im Kontext der digitalisierten Produktion unter dem Schlagwort Industrie 4.0 bereits von einer vierten industriellen Revolution gesprochen (siehe ZB 363 322). Und im Bereich der Stadtentwicklung sollen Technologien des „Internets der Dinge“ in „Smart Cities“ Verwendung finden.

Aber das „Internet der Dinge“ birgt auch Gefahren. Das gilt einerseits für den Datenschutz, der schon in der nicht-physischen virtuellen Welt problematisch genug ist. Noch weit verheerender können aber Cyberangriffe sein, die sich gegen virtuell vernetzte physische Strukturen richten – von der Haussicherheit in „Smart Homes“ bis hin zu kritischen Infrastrukturen (Strom- und Wasserversorgung, Krankenhäuser).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 12/2020
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