Auswirkungen des Klimawandels

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Die Berichte des Weltklimarates (IPCC) lassen kaum einen Zweifel daran, dass der Klimawandel stattfindet und wesentlich durch den Menschen befördert wird. ...

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Auswirkungen des Klimawandels

Die Berichte des Weltklimarates (IPCC) lassen kaum einen Zweifel daran, dass der Klimawandel stattfindet und wesentlich durch den Menschen befördert wird. Auswirkungen des Klimawandels ließen sich in den letzten Jahrzehnten überall auf der Erde beobachten. Nicht alle Veränderungen sind ihm zuzuschreiben, bei manchen ist sein Einfluss überhaupt unsicher. Für einige ist jedoch laut IPCC mit hoher bis sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Klimawandel die Hauptursache.

Dies gilt in erster Linie für Veränderungen natürlicher Systeme wie den • Rückgang der Schnee- und Eismengen: Durch den Klimawandel schrumpft die sommerliche Eisdecke auf dem Nordpolarmeer; Permafrostböden tauen im Südpolargebiet sowie in Sibirien, Zentralasien und auf dem tibetischen Plateau; Gletscher schmelzen auf fast allen Kontinenten. Auf • Flüsse und Seen wirkt sich der Klimawandel unterschiedlich aus: Flüsse in Australien oder den USA trocknen aus, während von schmelzenden Gletschern gespeiste Flüsse in Asien oder Südamerika mehr Wasser führen. In Afrika werden die Großen Seen von der Erwärmung der Erdatmosphäre aufgeheizt. Steigende Temperaturen machen sich auch bei mehreren • terrestrischen Ökosystemen bemerkbar. So setzt in den gemäßigten und nördlichen Breiten Europas die Blütezeit von Bäumen früher ein, in Portugal und Spanien nehmen Waldbrände zu. In den nördlichen Kältesteppen Eurasiens und Amerikas sowie auf der westantarktischen Halbinsel werden neue Pflanzenarten heimisch. In Australien verändern sich Verbreitung, Wachstum und Genetik einiger Vogelarten, Schmetterlinge und Pflanzen. Auch bei einigen • marinen Ökosystemen verlagern sich Verbreitungsgebiete. Beispiele dafür sind die Nordverschiebung mehrerer Populationen von Fischen, Seevögeln und anderen Meerestieren im Nord-Atlantik oder die veränderten Lachswanderungen im Nordwest-Pazifik. In den tropischen Ozeanen sind vor allem Korallenriffe bedroht, die einen Lebensraum für etwa eine Million Arten bilden. Negative Effekte auf einige arktische Spezies sind ebenfalls hochwahrscheinlich.

Weniger gesichert sind die Folgen für menschliche Systeme. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Felderträge durch den Klimawandel eher negativ als positiv beeinflusst. Mit mittlerer Wahrscheinlichkeit beeinträchtigen veränderte Niederschläge oder Schnee- und Eisschmelzen die Wasserversorgung in einigen Regionen. Für die Zukunft warnt der IPCC indes vor schweren und irreversiblen Folgen für Mensch und Natur, falls die Treibhausgasemissionen weltweit nicht stark gesenkt werden. Am härtesten träfe es arme Länder, denen im Gegensatz zu den Industriestaaten kaum Optionen zur Anpassung offenstehen.

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Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 12/2014
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